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Brutale Attacke auf Familie in Wadern – 18-Jähriger jetzt hinter Gittern

Einschlägig vorbestraft : Brutale Attacke auf Familie in Wadern – 18-Jähriger jetzt hinter Gittern

Die Ermittlungen im Fall des blutigen Übergriffs am Busbahnhof der Hochwaldstadt schreiten voran. Nach SZ-Informationen sitzt einer der mutmaßlichen Angreifer in Untersuchungshaft. Denn es ist nicht das erste Mal, dass er wegen einer brutalen Attacke aufgeflogen ist.

Mit dem Rettungshubschrauber ist das Opfer ins Krankenhaus gekommen. Schwere Verletzungen am Kopf waren dem 58-Jährigen mit einer gefährlichen Waffe zugefügt worden. Nach der Operation musste er zunächst auf die Intensivstation. Und auch seine Frau (46) wurde malträtiert, trug einen Nasenbeinbruch davon, der ebenfalls operiert werden musste. Schläge steckte zudem der gemeinsame Sohn ein. 

Diese blutige Attacke ereignete sich am Waderner Busbahnhof bereits am 30. August. Seitdem laufen Ermittlungen der Kripo und der Staatsanwaltschaft. Was zunächst wie eine Fehde zwischen zwei verfeindeten Familien ausgesehen hat, stellte sich  nach und nach als Angriff auf die drei Opfer dar. Mit jedem Fortschritt der Ermittlungen entpuppte sich eine Weiskircher Sippe als mutmaßlicher Schlägertrupp. Sogar der 65 Jahre alte Großvater des Clans soll mitgemischt haben.

Jetzt sitzt einer der Beschuldigten auch in Untersuchungshaft. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung handelt es sich dabei um einen 18 Jahre alten Mann. Er soll bereits wegen ähnlicher Übergriffe bestraft worden sein. Weil das Urteil rechtskräftig ist und die Tat noch nicht allzu lange zurückliegt, musste er jetzt ins Ottweiler Jugendgefängnis, wo er voraussichtlich auf seinen neuerlichen Prozess wartet.

Die Weiskircher Familie, die im Visier der Ermittler steht, ist der Polizei seit vielen Jahren bestens bekannt. Immer wieder geraten demzufolge ihre Mitglieder in Konflikt mit dem Gesetz. Dieser neuerliche Zwischenfall indes hat bei den Beamten Fassungslosigkeit ausgelöst: „Wir sind erschrocken über die Brutalität wegen eines nichtigen Grundes“, hatte zuletzt ein Merziger Polizeisprecher gesagt. 

Es sei um eine zerbrochene Freundschaft unter Jugendlichen gegangen. Ermittlungen laufen deshalb unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.