1. Blaulicht

Polizei ermittelt in Wadern: Neue Details zur brutalen Schlägerei

Tat sorgte für Aufsehen : Ermittlungen der Polizei laufen weiter: Neue Details zur Schlägerei in Wadern

Drei Tage nach einer größeren Schlägerei in Wadern laufen die Ermittlungen der Polizei weiter auf Hochtouren. Die Rekonstruktion der Tat gestaltet sich dabei schwierig. Dennoch kamen jetzt weitere Details ans Tageslicht.

Bei einer größeren Schlägerei zwischen zwei verfeindeten Gruppen am Montagabend (30. August) ist auch eine 46-jährige Frau verletzt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums am Donnerstag. Bei der Geschädigten handele es sich um die Ehefrau des 58 Jahre alten Mannes aus Wadern, der bei der Schlägerei schwer verletzt wurde. 

Laut Polizei bekam sie einen Schlag ins Gesicht und musste zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden. Im Gegensatz zu ihrem Mann, dem wohl mit einer Waffe gegen den Kopf geschlagen wurde, erlitt sie aber keine schweren Verletzungen. Bei dem 58-Jährigen konnte die Polizei zunächst selbst lebensgefährliche Blessuren nicht ausschließen.

Tatverdächtig ist im Falle des schwer verletzten Waderners ein 65-Jähriger aus Weiskirchen, der selber diverse Verletzungen von der Schlägerei davon trug und ebenfalls kurzzeitig im Krankenhaus war. Wer für die Verletzung der Frau verantwortlich ist, sei nach bisherigem Ermittlungsstand unklar, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Auch ob es noch mehr Verletzte gebe, könne bislang nicht bestätigt werden. Aktuell spricht das Landespolizeipräsidium von „mindestens drei Verletzten“. Die beiden Gruppen würden schon länger miteinander rivalisieren, am Montag sei der Streit dann offenbar eskaliert. In Teilen seien die beiden Gruppen, die bei der Schlägerei am Montag aus jeweils drei bis vier Personen bestanden, bereits vor der Tat polizeibekannt gewesen. Befragungen einzelner Beteiligter würden zum aktuellen Zeitpunkt allerdings noch ausstehen.

Auch die bei der Schlägerei zum Einsatz gekommenen Waffen seien bislang nicht eindeutig identifiziert. Eine der Gruppen habe im Auto offenbar eine ganze Reihe an diversen Schlagwerkzeugen mitgeführt. Welche davon genau zum Einsatz gekommen seien, ist aktuell noch unklar.

Gegen den 65-Jährigen aus Weiskirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft mittlerweile wegen gefährlicher Körperverletzung. Die weiteren Ermittlungen der Polizei dauern an.