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Streit in Wadern: Todesursache nach Obduktion geklärt - Schläger frei

Eskalierter Streit mit Baseballschläger : Brutaler Vorfall in Wadern – Obduktion gibt Aufschluss über Todesursache

Nach dem Tod eines Mannes im Waderner Stadtteil Noswendel hat die Rechtsmedizin in Homburg herausgefunden, woran das Opfer starb. Der mutmaßliche Täter ist mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Der Streit zwischen zwei Männern im Waderner Stadtteil Noswendel, bei dem ein Beteiligter starb, beschäftigt weiterhin die Fahnder. Mittlerweile steht auch die Obduktion fest. Diese entlastet den mutmaßlichen Täter, der mit einem Baseballschläger auf das Opfer einschlug, wie ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums berichtet.

Die Ursache für die blutige Auseinandersetzung war nach bisherigem Ermittlungsstand ein Streit um einen vermeintlichen Diebstahl. Demnach soll der 32-Jährige seinen 38 Jahre alten Kontrahenten bezichtigt haben, ihm bestohlen zu haben. Dabei sei es um einen geringen Wert gegangen. Die Fehde, die im Haus erst hinter verschlossenen Türen und unter Alkoholgenuss wortgewaltig begonnen hat, setzte sich am Sonntag (12. September) wenig später fort.

Und eskalierte: Denn nun griff der Ältere nach einem Baseballschläger und schlug damit auf den Gegner ein. Das Opfer starb an der Unglücksstelle. Der Schläger alarmierte gegen 9.45 Uhr die Polizei und ließ sich ohne Widerstand festnehmen.

Am Montagvormittag untersuchten Rechtsmediziner in Homburg die Leiche. Dabei stellten sie die Todesursache fest: Der 32-Jährige war einem Herzinfarkt erlegen und nicht durch die Verletzungen, die er durch die Schläge mit der Waffe erlitten hatte.

Daraufhin verzichtete die Saarbrücker Staatsanwaltschaft, Untersuchungshaft zu beantragen. Die Ermittlungen wurden herabgestuft. Zurzeit geht es um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung. Der mutmaßliche Täter kam daraufhin Montagmittag wieder frei.