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Weihnachten mit Stars aus dem Saarland – die zehn besten Lieder

Wer neben Nicole und Nimsgern noch dabei ist : Weihnachten mit Stars aus dem Saarland – das sind die zehn besten Lieder (mit Videos)

Weihnachtslieder von Frank Sinatra gesungen kennt jeder, „Last Christmas“ von „Wham!“ kann schon jetzt keiner mehr hören. Glücklicherweise gibt es aber auch Promis von hier, die Weihnachtssongs im Repertoire haben: Klicken Sie sich durch die Top 10 aus der Region.

Kaum zu fassen, wer sich in seiner Karriere nicht schon alles musikalisch mit Weihnachten befasst hat – oder mit dem, was Vertreter des Showgeschäfts dafür halten. Im Saarland haben wir ebenfalls Prominente, denen es die mehr oder weniger stille Jahreszeit angetan hat. Hier das Ergebnis der Spurensuche und die rein subjektive Rangliste in umgekehrter Reihenfolge:

10. Familie Heinz Becker: An Harmonie unterm Christbaum ist bei diesem streitbar mürrischen Familienvater nun wahrlich nicht zu denken. Umso irrwitziger erscheint das melodiös andächtige Medley, welches im Hintergrund der Folge „Alle Jahre wieder“ (1994) im Hintergrund vor sich herdudelt. Holdes Liedgut erklingt. Während Mutter Hilde wie üblich tollpatschig in der Küche abrackert und dabei den Küchenschrank ungewollt zerlegt, Vater Heinz den Baum beim Aufrichten umstürzt und Sohn Stefan einfach nur genervt ist. „Oh du fröhliche“, „Süßer die Glocken nie klingen“, „Vom Himmel hoch“ und „Leise rieselt der Schnee“ geben instrumental den passenden Rahmen für diese hoffnungslos spießige Mischpoke. „Weihnachten ist reine Nervensache“, beendet Becker Heinz den desaströsen Heiligabend der saarländischen Kultfamilie. Na denn: „Stille Nacht.“

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9. Frank Nimsgern: Der Musicalkomponist aus Blieskastel erschuf 2000 sein Schneewittchen und pimpte es auf International zu Snow White. Eine zugegeben chaotische Variante, vom Musiker durchaus so gewollt. Hexen bringen den Märchenwald durcheinander, schleusen einen vom Tod abgehaltenen Selbstmörder ein. Schon geht das Verwirrspiel los. Wer den zeternden, grünen Weihnachts-Grinch für trefflich weihnachtlich hält, findet auch diese abstruse Story passend zum Fest.

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8. Petra Williams: Nicht jeder Song, der in die Adventszeit passt, muss textlich unausweichlich von Mistelzweigen, Schlittenglocken und rotbenasten Rentieren getragen sein. So dachte sich das auch die saarländische, vornehmlich im Dialekt reimende Schlagersängerin. So nahm sie sich ihren Titel „Imma widda hemm“ im Dezember 2018 vor und schaffte eine seichte Piano-Version. Irgendwie erinnert dies ans sehnsüchtige Schmachten der Kölner Band Bap, wenn sie von ihrer Heimat singt. Oder wenn Chris Rea von „Driving Home for Christmas“ (Weihnachten auf der Heimfahrt) Jahr ein, Jahr aus im Äther trällert.

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7. Elaiza: Die Truppe um die saarländische Sängerin Ela Steinmetz kann nicht nur Deutschland beim European Song Contest (ESC) vertreten, wie sie es 2014 tat und dabei den 18. von 25. Plätzen belegte. Sie wagte sich im selben Jahr auch an ein Weihnachtslied heran. In dem dazugehörigen Video flanieren die drei Bandmitglieder durch die lichterloh illuminierten Einkaufsstraßen Berlins, an mit hochpreisigen Präsenten gefüllten Schaufenstern vorbei, um wenig später wie die Kleinausgabe der Kelly-Family in einer gediegenen, sanierten Altbauwohnung an Piano, Kontrabass und Quetschkommode zu musizieren. Wenig später sitzen sie wippend mit weiteren Besuchern an einer festlich gedeckten Tafel und prosten sich zu. Zwischendurch drehen die Musikerinnen eine unbeschwerte Tour auf einer Eisbahn unter freiem Himmel. Ach so: der Name des Songs ist „Green“. So wie der Nadelbaum, unter dem sich so allerlei Päckchen tummeln sollten. Eine swingende Nummer, wie von Elaiza gewohnt. Leicht und schmerzfrei.

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6. Ingrid Peters: Die Grande Dame des saarländischen Schlagertums und Radiomoderatorin wagte sich 1999 an ein ganzes Album rund ums Fest heran. „Weihnachten daheim“ bevorzugt auch sie, wie dem Namen der Scheibe zu entnehmen ist. Darauf ein Potpourri schlageresker Melodien wie der Titelsong, Volksgutlieder („Oh du fröhliche“) und klassischer Werke („Ave Maria“ von Schubert). Viel Herz, viel Plätzchenduft gehören dazu. Ergänzt um die deutsche Fassung des Evergreens „Winter in Kanada“ mit Schellenflut im Hintergrund. Zum Abschluss rezitiert Peters ein Gedicht zum Weihnachtsbaum und übers flinke Schmücken, damit ja noch alles rechtzeitig fertig ist. Im Video zum Titelsong sitzt die Sängerin mit bedeutungsschwangerem Gesichtsausdruck in einem Flammenmeer aus Kerzen. Sinnlich Frischgebackenes betrachtend. Ach wie idyllisch.

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5. Cindy & Bert: Das Schlagerduo, welches bereits in den 1970ern zum Show-Triumph aufbrach, war von keinem Sampler jener Jahre wegzudenken. Langspielplatten mit den Stars der Zeit, die pünktlich vor Weihnachten von Hörzu, Gong und anderen Zeitschriften auf den Markt geworfen wurden. Ein oder zwei Mark des Verkaufspreises gingen an gute Zwecke. Für die Gewissensberuhigung am hölzernen Krippchen in der guten Stube. So entsprang 1977 nicht nur das Ros’, sondern auch jene frohlockende Aufnahme des Völklinger Duos: „Kinder, Kinder, was war das ein Winter“. Im Hintergrund ist Bert zu erkennen, wenn man weiß, dass er mitsingt. Ein Plädoyer auf die gute alte Zeit mit blaugefrorenen Ohren, festgefrorenen Lehrern und zitternden Bären im Wald. Der Rhythmus peitscht uns durchs Lied, im Off schreit ein Chor.

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4. Nicole: Noch eine Grand-Prix-Teilnehmerin, die allerdings 1992 mit „Ein bisschen Frieden“ den Sieg – ja, lokalpatriotisch, wie wir sind – fürs Saarland einheimste. Und nicht nur das. Die Sängerin aus Neunkirchen an der Nahe beglückte uns während ihrer Jahrzehnte währenden Karriere mit unzähligen Weihnachtsscheiben. Gefühlt jedes Jahr brachte sie eine Compilation heraus. Auf Vinyl, als Kassette und auch in CD-Form. „Kommet ihr Hirten“ aus den deutschen Landen ging ihr dabei ebenso leicht über die Lippen wie der alljährliche Wham!-Smash-Hit „Last Christmas“ oder das aus einer Refrain-Endlosschleife bestehende „Feliz Navidad“. Ein Füllhorn verschiedener kultureller Einflüsse.

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3. Eric Philippi und EstA (Eike Staab): Das waren sie wieder: die Kinderaugen, die leuchten. Und die Herzen, die höher schlagen. Alles in einer Liedzeile vereint. Hier weiß man um die Zutaten, woraus Schmachtfetzen gemacht werden. Dazu der von Schiwegermüttern umschwärmte Schlagersänger Eric Philippi am Klavier oder wahlweise am Flügel. Ob an einer Ruine, auf dem St. Johanner Markt, vor der Saarbrücker Ludwigskirche oder mitten in einem nach dem Star mit kleinen Händen nestelnden Kindermeer. Ein im Background wippender Chor. Dann kurz  zum Schluss hat Rapper EstA mit gefühlsschwangerem Text seinen Auftritt und bewegt seine Finger so cool, wie es halt nur Rapper tun. Das eigentlich ungleiche Duo produzierte 2019 den Saarland-Weihnachtssong „Du bist“. Bevor Freudentränen-Philippi in der ARD in diesem Jahr zum Schlager-Newcomer gekürt wurde.

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2. Reiner Calmund: Einfach bemerkenswert, wie der Wahl-Saarländer es fertigbringt, unbeschwert, leicht beschwingt zu chantieren und gleichzeitig Kekse knabbert. So geschehen 2011 vor laufender ARD-Kamera während eines Duetts mit Florian Silbereisen. Beide waren umgeben von einem Hort fleißiger Kinder, die kleckerten und schmatzten. Dazu der passende Song von Rolf Zuckowski: „In der Weihnachtsbäckerei“. Ein brummender Calmund und ein mit immer wieder mahnendem Zeigefinger tirilierender Schlagerstar Silbereisen. Ein fantastisches Gespann. Einfach nicht genug können sich die Zuschauer am schwingenden Ex-Fußballfunktionär Calle ergötzen. Herzallerliebst. Sein Gesang? Reine Nebensache. Scheint er auch so zu sehen.

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1. Boney M.: Was diese Formation mit dem Saarland zu tun hat? Äußerst viel. Schließlich stand sie unter den Fittichen von Frank Farian, dem saarländischen Musikproduzenten. Und was um alles in der Welt ist an Boney M. weihnachtlich? Ihre 1978er-Fassung von „Mary’s boy child/Oh my Lord“. Wie viele andere Klassiker kehrt er unweigerlich jedes Weihnachtsfest in die internationalen Hitparaden zurück. In dieser Schwofdisco-Variante. Schön anzusehen, wie sich grundsätzlich die drei Sängerinnen um die Melodieführung kümmern, während das einzige männliche Bandmitglied tänzelnd über die Bühne irrt.

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In dem zu dem Christmassong erstellten Video allerdings sind alle in festliches Weiß gehüllt. Mit dicken Fellmützen, die Damen dafür in luftigen Miniröcken. Kinder vollführen belanglos ein Krippenspiel in Einblendungen. Ab und zu tut der männliche Part so, als sänge er ebenso. Dabei wissen wir doch mittlerweile, wer ihm die Stimme lieh – gelle Frank? Das Original dieser angefetzten Coverversion stammt übrigens von Harry Belafonte, der den Hit 1956 aufgenommen hat. Festlicher.