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Fußball-Regionalliga Südwest: FC Homburg und Trainer Timo Wenzel empfangen Kobelnz

FC Homburg empfängt Rot-Weiß Koblenz : Es geht auch um Wiedergutmachung

Fußball-Regionalligist FC Homburg will die letzten beiden Partien vor der Winterpause unbedingt gewinnen. Doch an den kommenden Gegner hat er schlechte Erinnerungen.

Timo Wenzel, Trainer des Fußball-Regionalligisten FC Homburg, erinnert sich nur ungern an das Hinspiel gegen Rot-Weiß-Koblenz im Stadion Oberwerth: „Es war unser drittes Saisonspiel, das wir total in den Sand setzten“, sagt er. Denn nach nicht einmal vier Minuten lagen die Grün-Weißen bereits mit 0:2 in Rückstand. Nach 90 Minuten prangte dann gar eine 0:4-Pleite auf dem Papier. Am Samstag, 14 Uhr, soll das besser laufen – im heimischen Waldstadion. Natürlich. „Wir müssen schon etwas aus diesem Spiel gut machen. Ein Heimsieg ist fest angesagt“, schreibt Wenzel seinen Spielern ins Stammbuch.

Platz vier, den zurzeit der TSV Steinbach-Haiger mit zwei Punkten Vorsprung auf den FCH inne hat, ist durchaus noch vor der Winterpause erreichbar. Soll heißen: Nach dem Spiel gegen Koblenz muss der FCH auch am kommenden Freitag bei der U21 der TSG Hoffenheim drei Zähler holen.

 „Unser Saisonziel war und ist eine Platzierung unter den ersten fünf Teams. Dies ist realistisch – nicht irgendwelche Träumereien von außen mit Meisterschaft und Aufstieg“, macht Wenzel unmissverständlich klar.

Der 44-Jährige denkt langfristig. Das zeigt sich auch daran, dass der gebürtige Ulmer am Dienstag seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängerte. Bis Juni 2024. „Wer hätte nach fünf Spieltagen gedacht, dass wir jetzt vor Weihnachten auf Platz sechs stehen mit der Möglichkeit, uns noch in diesem Jahr um den einen oder anderen Platz nach oben zu verbessern.“ Mit zwei Punkten rangierten die Homburger nach fünf Spieltagen auf dem 19. und letzten Tabellenrang. Es folgten fünf Siege in Folge. „Inzwischen haben wir uns sportlich mehr als stabilisiert, wie meine Spieler an den Erfolgen gegen die Topteams, unter anderen zuletzt beim SSV Ulm, unter Beweis gestellt haben.“ 

Nach dem schlechten Saisonstart habe man Ruhe bewahrt und konzentriert weiter gearbeitet“, sagt Wenzel: „Wir wussten, dass wir viel mehr können, als das, was wir in den ersten Spieltagen in der Liga gezeigt haben.“ Über die weiteren Ambitionen in der Saison wollte der 44-Jährige auf der Pressekonferenz jedoch nicht reden. Nein. Der Fokus liegt ganz auf den TuS Rot-Weiß Koblenz, der sich zuletzt am Mittwoch mit einem 4:1-Auswärtssieg bei der SG Sonnenhof Großasprach drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt sicherte.

Ein Vorteil für den FC Homburg, dass die Koblenzer vor drei Tagen erst im Einsatz waren? Timo Wenzel verneint dies: „Das macht nichts aus. Wir schauen auf uns. Drei Punkte sollen bei uns bleiben. Vorausgesetzt, wir spielen konzentriert und stark auf, wie zuletzt in Ulm und den Wochen zuvor.“ Die Rot-Weißen sind laut Wenzel schwer einzuschätzen. „Der TuS spielt mit stetig wechselnden positionsbedingten Formationen. Sie leben von ihrer Lauf- und Zweikampfstärke.“ Tugenden, die sie im Hinspiel eindrucksvoll unter Beweis stellten.

 Pesonell gesehen gibt es kaum Änderungen im FCH-Team gegenüber dem 2:1-Sieg im Donaustadion beim SSV Ulm. Der wegen der fünften gelben Karte gesperrte Marco Hingerl wird mit Sicherheit wieder in die Startelf zurückkehren. Nicht verraten wollte Timo Wenzel, welcher Torhüter beim FCH zwischen den Pfosten steht. „Im Kopf habe ich es schon, aber ich sage es noch nicht, weil ich mit dem Torhüter noch nicht gesprochen haben.“ Da David Salfeld coronabedingt noch in Quarantäne ist, wird wohl der zuletzt gesperrte Krystian Wozniak in der Anfangself stehen. Niklas Knichel, der Salfeld und Wozniak in Ulm vertrat, muss dann wohl wieder auf der Bank Platz nehmen.

 Erfreulich ist, dass Wenzel nach der Winterpause wieder auf alle Langzeitverletzten bauen kann. Patrick Lienhard (Wadenbeinbruch), Thomas Gösweiner (Kreuzbandriss) und Ivan Sachanenko (Knie) trainieren teilweise bereits mit der Mannschaft mit. Ungewiss sei dagegen noch, wann Philipp Hoffmann nach seiner Leisten-Operation wieder voll im Teamtraining stehen kann. „Hier müssen wir weiter abwarten, wie die Ärzte den Heilungsprozess sehen“, sagt die Auskunft des Homburger Trainers. Er hofft, dass auch Hoffmann das ab Januar wieder mit dabei ist. Dann geht die Vorbereitung auf die Rückrunde los. Und der Kampf auf Platz vier weiter.