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Regionalliga : FC Homburg verliert zum Jahresabschuss bei TSG Hoffenheim II

Fußball-Regionalligist FC Homburg : Durch zwei „Sonntagsschüsse“ geschlagen

Fußball-Regionalliga Südwest: Der FC Homburg enttäuscht beim 1:2 in Hoffenheim und überwintert auf Rang sechs. Neuverpflichtung noch vor Weihnachten geplant.

Erneut kein Sieg für den FC Homburg gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle der Fußball-Regionalliga Südwest in der unteren Hälfte platziert ist. Mit 1:2 unterlagen die Grün-Weißen am Freitagabend im Dietmar-Hopp-Stadion vor lediglich 110 Zuschauern der TSG Hoffenheim II (wir berichteten). FCH-Trainer Timo Wenzel sprach von einer ärgerlichen und unnötigen Niederlage. „Zwei Sonntagsschüsse am Freitag saßen bei Hoffenheim, um sich entscheidend abzusetzen.“ Nach dem 2:1 beim SSV Ulm wollte Homburg eigentlich mit zwei Siegen gegen Koblenz und in Hoffenheim den Anschluss an die Spitzenplätze herstellen. Doch nach dem mageren 1:1 gegen Koblenz, gab es in Hoffenheim sogar die Pleite. Wenzel: „Wir hatten die eine oder andere Torchance mehr als Hoffenheim, aber es reichte wieder nicht.“

Der FCH-Coach hatte seine Mannschaft gegenüber der letzten Partie gleich auf drei Positionen verändert. Für Damjan Marceta durfte Seonghoon Cheon als einziger Stürmer ran. Der angeschlagene Loris Weiß wurde durch Philipp Schuck ersetzt, während für den gelbgesperrten Mart Ristl nun Marco Hingerl auf einen der beiden Sechser-Positionen auflief. In dieser Formation begann der FCH stark, hatte durch einen Kopfball von Cheon, den TSG-Keeper Luca Dante Philipp glänzend hielt (13.), auch die erste Chance. Doch nur fünf Minuten später saß der erste Torschuss der Gastgeber. Gautier Ott (18.) ließ aus 16 Metern mit einer Bogenlampe fast in den Torwinkel Homburgs Schlussmann Krystian Wozniak keine Abwehrchance. Im Gegenzug vergab Hingerl aus wenigen Metern den Ausgleich. Besser machte es erneut Ott, der mit einem Distanzschuss an den Innenpfosten zum 2:0 traf (25.). Wenig später verhinderte Wozniak gegen Nick Breitenbüchler sogar das 3:0. Der FCH hatte durch Markus Mendler (30.), Jonas Scholz (31.) und Patrick Dulleck (36.) gleich drei weitere Gegenheiten zum ersten Treffer. Aber immer wieder fanden sie ihren Meister in TSG-Keeper Philipp. Auf der Gegenseite lauerte Ott auf sein drittes Tor, doch Wozniak parierte erneut glänzend und verhinderte noch vor der Halbzeit die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren.

Den Homburgern fehlte auch in der zweiten Halbzeit die Effektivität. Die erste Möglichkeit verpasste Cheon knapp. Danach hatte der FCH Glück, dass Gautier Ott erneut das 3:0 vergab und Fisnik Asllani aus zehn Metern die Lederkugel (52.) nur an die Latte knallte. Der FCH fand in der Offensive kaum noch statt. Nachdem Dulleck (63.) den Ball aus aussichtsreicher Position übers Tor köpfte, war Hoffenheim durch Ott (64.) und Simon Gollnack (75.) dem 3:0 näher, als die Gäste dem Anschlusstreffer. In der 83. Minute hoffte der FCH dennoch wieder. Nach einem Handspiel von Florian Bähr verwandelte Mendler den fälligen Strafstoß mit seinem 13. Saisontreffer zum 2:1. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. „Der Anschluss fiel zu spät. Vielleicht hätte man sonst wenigsten noch einen Punkt mitnehmen können“, haderte Wenzel. Seine Bilanz in den bisherigen Begegnungen gegen Mannschaften ab Platz zehn bleibt enttäuschend. 23 Zähler gab der FCH in dieser Runde gegen diese Clubs ab.

„Wir hatten in der ersten Halbzeit fünf klare Torchancen, die wir liegen gelassen haben“, ärgerte sich FCH-Außenverteidiger Tim Stegerer. „Der Gegner macht aus wenigen Möglichkeiten seine Treffer. Für uns war es ein enttäuschendes Spiel.“ Timo Wenzel meinte, „dass in der zweiten Halbzeit die Durchschlagskraft fehlte, um sich mehr Chancen zu erspielen.“ Die Partie im Dietmar-Hopp-Stadion habe sein Team in der ersten Halbzeit verloren. „Dem Spielverlauf nach hätten wir zur Pause vorne liegen müssen.“

Das tat der FCH aber nicht. Und so geht es mit der Niederlage in die dreiwöchige Winterpause. Am 10. Januar beginnt die Vorbereitung auf die Restsaison. Dann soll auch ein neuer Mann für die rechte offensive Außenposition dabei sein, der noch vor Weihnachten verpflichtet werden soll. „Die Formalitäten sind abgeschlossen“, berichtet der Homburger Cheftrainer, ohne aber einen Namen zu nennen.