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VB Zweibrücken gewinnen das Stadtderby gegen den TSC mit 4:0

Zweibrücker Stadtderby : Den VBZ fehlt noch ein Punkt zum Klassenerhalt

Die VB Zweibrücken haben das Stadtderby der Fußball-Landesliga gegen den TSC mit 4:0 gewonnen. Durch den Sieg reicht den Vereinigten Bewegungsspielern am Mittwoch in Bundenthal ein Remis, um in die Aufstiegsrunde zu kommen.

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!“ Die Spieler der VB Zweibrücken feierten ihren deutlichen 4:0-Sieg im Zweibrücker Stadtduell der Fußball-Landesliga am Samstag ausgelassen, während die geschlagenen TSC-Akteure bedröppelt Richtung Umkleidekabine verschwanden. Dank des Erfolges hat die VB-Mannschaft von Spielertrainer Alexander Joniks am Mittwoch bei den SF Bundenthal im Endspiel um den Einzug in die Aufstiegsrunde eine gute Ausgangsposition. Ein Remis würde den VB, die zwei Punkte mehr auf dem Konto haben als die Sportfreunde, nun reichen

Das Stadtderby hatte für den TSC gar nicht schlecht begonnen. Vor rund 250 Zuschauern hatte die Mannschaft von Trainer Peter Rubeck zunächst mehr von der Partie, die gastgebenden VB kamen in den ersten zehn Minuten kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Etwas Zählbares für den TSC sprang dabei aber nicht heraus. In der 11. Spielminute hatte Jan-Niklas Krause nach einem lang geschlagenen Freistoß von der Mittellinie die erste VB-Chance, sein Schuss wurde aber in letzter Sekunde abgeblockt. Die daraus resultierende Ecke brachte aber die Führung für die VBZ. Waldemar Schwab schlug den Eckball auf den kurzen Pfosten, wo ein TSC-Akteur den Ball unglücklich mit dem Kopf erwischte und ins eigene Tor lenkte.

Bevor der TSC reagieren konnte, klingelte es zum zweiten Mal im Kasten von Torwart Lukas Schmidt. Nach einer weiteren Ecke für die VBZ kam der Ball zu Luca Genova, der mit dem Kopf Joniks bediente, der das Leder nur noch über die Linie drücken musste. Auf der Gegenseite hatte Cüneyt Eren eine gute Schussgelegenheit, verfehlte das Tor von VB-Keeper Merlin Schäfer aber um rund zwei Meter.

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken zogen sich die Gastgeber etwas zurück und lauerten auf Konter. Mit Erfolg. Gleich der erste Gegenstoß führte zum 3:0. Schwab schickte Krause von der Mittellinie auf die Reise, dieser umkurvte zwei Gegenspieler wie Fahnenstangen und versenkte den Ball im TSC-Tor (23. Minute). Der Jubel bei der VB-Anhängerschaft kannte jetzt kein Halten mehr. Der TSC wirkte verunsichert. Schwab und Marc Brünisholz hätten vor der Pause sogar noch für die VB erhöhen können.

Im zweiten Abschnitt fing sich die Rubeck-Elf und hatte mehr Ballbesitz, allerdings ohne dabei wirkliche Torgefahr zu entwickeln. Auch weil die Hausherren sicher in der Defensive standen. Ab der 70. Minute hatte der TSC seine beste Phase im zweiten Spielabschnitt. Ein Schuss von Sebastian Schmidt strich knapp am Pfosten des VB-Tores vorbei, dann tauchte Erik Bischoff frei vor dem Kasten auf und umkurvte VB-Torwart Schäfer – doch Noah Semar konnte ihn in letzter Sekunde am Abschluss hindern. Nur 60 Sekunden später hatte TSC-Spieler Sebastian Meil den Anschlusstreffer gegen seinen Ex-Verein auf dem Fuß, scheiterte aber an Schäfer.

Das war es dann aber mit dem Sturmlauf des TSC. In der 85. Minute kam Brünisholz nach schöner Kombination über die rechte Seite frei zum Flanken. TSC-Keeper Schmidt wehrte den Ball genau auf den Fuß von Genova ab und der traf zum 4:0-Endstand.

VBZ-Trainer Joniks war nach dem Spiel begeistert von der Leistung seiner Mannschaft: „Das war absolut verdient. Wir haben die Vorgaben perfekt umgesetzt. Am Anfang haben wir zwar ein bisschen gebraucht, um ins Spiel zu finden, aber mit dem 1:0 war der Knoten geplatzt.“ Sein Gegenüber Peter Rubeck ließ dagegen kein gutes Haar an der Defensivleistung seiner Mannschaft. „Wir haben gut angefangen, aber bei den Gegentoren haben wir verteidigt wie eine Schülermannschaft. Dann sind wir auch noch in einen Konter gelaufen und wenn du auswärts 3:0 hinten liegst, wird es schwierig.“ In der zweiten Halbzeit habe seine Elf es dann zwar etwas besser gemacht – aber irgendwann habe man gemerkt, dass „wir heute einfach kein Tor mehr schießen“. Der TSC rutscht aufgrund der Niederlage in der Tabelle hinter den SC Hauenstein auf Rang drei, die VBZ klettern dank der Pleite der Bundenthaler in Eppenbrunn (1:2) auf „Aufstiegsrundenplatz“ vier – und wollen diesen am Mittwoch mit allen Mitteln verteidigen.

 Dennis Hirt (rot) vom TSC Zweibrücken luchst VBZ-Kapitän Marc Brünisholz im Fallen das Leder ab. Oft waren es aber die Spieler vom Wattweiler Berg, die im Stadtderby einen Schritt zu spät kamen.
Dennis Hirt (rot) vom TSC Zweibrücken luchst VBZ-Kapitän Marc Brünisholz im Fallen das Leder ab. Oft waren es aber die Spieler vom Wattweiler Berg, die im Stadtderby einen Schritt zu spät kamen. Foto: Martin Wittenmeier

Der TSC Zweibrücken muss künftig ohne seinen bisherigen Athletiktrainer Horst Kircher auskommen. Der 66-Jährige ist von seinem Amt zurückgetreten.