Paris/Saarbrücken : Frankreich in Sorge wegen Corona-Welle

Beim Nachbarn steigen die Infektionszahlen rasant. Die Lage in Deutschland und im Saarland stabilisiert sich.

Während der Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland insgesamt und auch im Saarland vorerst gebremst scheint, geht beim Nachbarn Frankreich die Sorge vor Einschränkungen und Reisewarnungen europäischer Länder um. Hintergrund ist die Entwicklung der Neu-Infektion, die dort einen exponentiellen, also zunehmend steigenden Verlauf nehmen. Am Freitagabend meldete das Gesundheitsministerium in Paris 7379 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Mit 5453 lag die Zunahme am Samstag zwar geringer – aber deutlich höher als in der Vorwoche. „Die Dynamik des Fortschreitens der Epidemie ist exponentiell“, warnte das Ministerium.

Präsident Emmanuel Macron hatte bereits Ende der Woche vor erneuten Grenzschließungen, wie es sie im März etwa zwischen Frankreich und Deutschlang gegeben hatte, gewarnt. Man dürfe diesen Fehler nicht wiederholen, sagte der Präsident, darüber habe er auch schon mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen. Deutschland hatte bereits in der vergangenen Woche Reisewarnungen für die Region Paris und die mehre Départements an der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen. Im Gegensatz zu Frankreich haben sich die täglichen Fallzahlen in Deutschland in den letzten Tagen auf einem gegenüber Juni und Juli allerdings deutlich erhöhten Niveau stabilisiert. Das RKI meldete am Sonntag 785 neue Corona-Infektionen. Binnen einer Woche waren es 7905. Vor einer Woche  lag der Sieben-Tage-Wert noch bei 8528.

Auch im Saarland gibt es erstmals seit Wochen leicht sinkende wöchentliche Neu-Infektionen. Am Samstag und Sonntag wurden 24 neue Fälle vom Gesundheitsministerium gemeldet. Von Montag bis Sonntag insgesamt waren es damit 68, in der Vorwoche noch 77, Mitte August 73 pro Woche.