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Neue Landebahn für US-Flugplatz Spangdahlem soll weniger Lärm bringen

Weniger Lärm : Sechs Millionen Euro für neue Landebahn auf Airbase Spangdahlem

Der Flugplatz Spangdahlem investiert kräftig in seine Infrastruktur. Wegen Arbeiten an der Start- und Landebahn trainieren die Piloten derzeit anderswo. Für die Anwohner bedeutet das auch: mehr Ruhe.

Zu normalen Zeiten heben täglich Jets von der Air Base Spangdahlem ab. Derzeit allerdings ist es auffällig ruhig rund um den US-Flugplatz in der Eifel. Kein Donnern vom Himmel, keine amerikanischen Düsenjäger zu sehen. Und auf Nachfrage bei der Pressestelle des Stützpunktes erklärt sich auch wieso: Die Piloten des 52. Jagdgeschwaders trainieren derzeit woanders. 

Der Grund: Die Start- und Landebahn in Spangdahlem wird derzeit repariert. Und die Wartung werde wohl auch noch einige Wochen dauern, schreibt eine Pressesprecherin. Es sind Routinearbeiten, wie sie alle paar Jahre mal anstehen — vergleichbar mit Sanierungen auf der deutschen Autobahn.

Denn so wie eine Straße von vielen Autoreifen irgendwann abgenutzt ist, hält auch eine Rollbahn nicht ewig. Die Sanierung sei für die Sicherheit der Piloten, die in Spangdahlem landen und starten, daher erforderlich, heißt es von der Air Base. Und so sind die rund sechs Millionen, die in das Projekt fießen sicher gut angelegtes Geld.

Wo die F-16 aus Spangdahlem derzeit ihre Trainings absolvieren, gibt man bei US-Militär freilich nicht preis. Aus Gründen der operationellen Sicherheit, wie es in der Antwort auf die Anfrage unserer Zeitung heißt, könne darüber keine Auskunft gegeben werden. Im Luftraum über der Region Trier — das zeigt ein Blick auf eine Online-Karte mit Flugbewegungen — sind die amerikanischen Jets derzeit jedenfalls nicht unterwegs.

Für die Anwohner dürfte das für die nächsten Wochen etwas mehr Ruhe bedeuten. Erst in etwa einem Monat wird die Staffel in Spangdahlem zurück erwartet. Und damit wohl auch der Lärm in der auch sonst vergleichsweise stark frequentierten TRA Lauter, dem Luftraum über Eifel, Mosel, Hunsrück und dem Saarland.

Von einer Zunahme des Krachs in jüngster Zeit kann allerdings keine Rede sein. Denn 2020 wurde um Spangdahlem herum wegen der Pandemie aber auch wegen Truppenverlegungen im Winter eher weniger geflogen, als in den Jahren davor. Im Frühjahr gaben die Düsenflieger im Rahmen des ACE-Programmes (siehe Info) zudem ein Gastspiel in Ramstein.

Und auch am Boden soll es künftig etwas ruhiger zugehen. Schon bei einer Übung im März hat der Flugplatz auf den Einsatz von Sirenen verzichtet. Und das, wie es heißt, aus Rücksicht auf die Anlieger, die von den lauten Signalen früher schonmal aus dem Bett gerissen wurden. „Das ist neu, und wir werden versuchen, dies weiterhin zu tun, um gute Nachbarn zu sein“, kündigt Kommandant David Epperson dazu an. Die Anwohner dürften es danken.