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Polizei stoppt Raser in Rheinland-Pfalz nahe Saar-Grenze - viele Temposünder

Teures Vergnügen : Nahe der Grenze zum Saarland: Polizei blitzt knapp 300 Raser – einer ist fast doppelt so schnell wie erlaubt

Auf den auch von vielen Saarländern genutzten Strecken A 62 und B 10 machen sich offensichtlich Temposünder breit. Denn die Polizei in Rheinland-Pfalz erwischte während eines Aktionstages Hunderte Raser. Ein Brummifahrer nahm die Aufschrift seines Lastwagens dabei wohl allzu wörtlich.

Eine Woche geht die Polizei in Rheinland-Pfalz verstärkt auf die Jagd nach Rasern. Insbesondere Lastwagenfahrer haben sie dabei im Visier. Am ersten Tag waren Ermittler nahe der saarländischen Grenze auf der Autobahn 62 sowie der Bundesstraße 10 unterwegs. Und da die Radarkontrollen nicht nur auf Brummifahrer ausgerichtet sind, gingen den Fahndern zudem Autos ins Netz, die zu schnell unterwegs waren. Zwei Fälle vom Montag, 29. November, sprangen da besonders ins Auge, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Westpfalz in Kaiserslautern berichtet.

Auf beiden Strecken waren demnach im Kontrollzeitraum 296 Verkehrsteilnehmer zu schnell. Daran der Anteil der Fahrer am Lkw-Lenkrad: 45.  Außerdem achteten die Beamten zudem darauf, wer auf der A 6 keinen Sicherheitsabstand zum vorderen Fahrzeug hielt. Hier schnappte die Falle 38 Mal zu.

Hier die beiden Temposünder, die der Polizei in den Blitzer rasten: 

  • Ein Lastwagenfahrer nahm die Aufschrift auf der Motorhaube – „Sport Racing“ (Sport-Rennen) – offensichtlich zu wörtlich. In einer Tempo-80-Zone war er mit 97 Sachen unterwegs. 
  • Richtig teuer mit Punkten und Fahrverbot wird’s für einen Autofahrer, der fast das Doppelte aufs Tacho brachte. Dort, wo 100 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, war er mit 195 Stundenkilometern unterwegs. Nach dem neuen Bußgeldkatalog wird er wohl 700 Euro berappen müssen. Zusätzlich werden zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei fällig. Außerdem muss er den Führerschein für drei Monate abgeben.

Die Kontrollen an wechselnden Orten liefen zwischen 7 und 20 Uhr ab. Noch die gesamte Woche ist die Polizei im Nachbarbundesland im Einsatz, kündigt ein Sprecher an.