1. Saarland

Corona, die Gastronomie und der Handel im Saarland

Regionaler Leitartikel : Restaurants und Bars fürchten um ihre Existenz – was wir jetzt tun können

Die größeren Feiern wurden wegen Corona abgesagt; jetzt hoffen die Gastronomen wenigstens auf volle Häuser an den Weihnachtsfeiertagen. Wir sollten sie und auch den Handel nicht hängen lassen.

Man kann es nicht oft genug betonen: Die Gastronomie und Hotellerie sind ein wichtiges Aushängeschild des Saarlandes. In unserer Region gibt es attraktive Hotels und ausgezeichnete Restaurants, das kleine Bundesland im Südwesten gilt zu Recht als Genießerland. Daran haben nicht nur die Sterneköche ihren Anteil, sondern auch viele gewachsene Familienbetriebe, die die regionale Küche pflegen, ebenso Bistros, Cafés und auch kreative Imbissläden.

Hinzu kommen die emsigen Winzer an der Obermosel und etliche sehr gute Weinfachhändler sowie Bioläden und handwerklich auf hohem Niveau arbeitende Bäckereien, Metzgereien, Gemüse- und Kartoffelanbauer und Markthändler.  Im Verbund mit Aktionen der Tourismus Zentrale Saarland und Slow Food Saarland wie Genuss-Gastwirt oder Bliesgau-Lammwochen ist in unserer Region eine beachtenswerte Ess- und Trinkkultur entstanden. Die lockt nicht nur Touristen hierher, sie kann auch mitentscheidend sein für Standort-Entscheidungen von Firmen und Betrieben. Und sie bereichert natürlich auch den Alltag von uns allen, die hier im Saarland leben.

Von der Coronapandemie und ihren vielfältigen Auswirkungen sind wir alle betroffen. Unsere Gastronomie und die Bereiche, die da mitdranhängen, aber ganz besonders. Im letzten und leider auch in diesem Jahr ist das so lebenswichtige Weihnachtsgeschäft, vor allem größere Feiern, stark eingebrochen. Etliche Betriebe fürchten um ihre Existenz.

Staatliche Hilfen sind notwendig, das ist klar. Die müssen kommen. Aber auch wir alle können etwas tun. Indem wir, wenn es irgendwie möglich ist, die Restaurants mit unserem Besuch unterstützen. Gerade jetzt. Indem wir ganz bewusst in den Betrieben vor Ort einkaufen, beim Bäcker und Metzger um die Ecke, bei denen wir wissen, was wir bekommen.  Und damit auch die Regionalität und Nachhaltigkeit stärken.