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Uni Saarland: SUSmobil macht Schüler zu Forschern mit Umwelt-Gespür

Saar-Uni : So werden aus Schülern Umweltforscher

Ein Professor der Saar-Uni hat mit Partnern ein Projekt gestartet, das Jugendliche zu Forschern machen soll.

Wissenschaft kennt kein Alter. Schon Schüler können forschen. Dazu will der Saarbrücker Ingenieurwissenschaftler Andreas Schütze den Nachwuchs animieren. Er ist Professor für Messtechnik an der Universität des Saarlandes. Gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum Saarlouis und Physik-Didaktikern der TU Kaiserslautern hat Schütze das Projekt Schülerumweltstudien mobil (SUSmobil) umgesetzt.

Eines der Versuchsmodule, mit dem Schüler selbstständig forschen können, ist eine Vorrichtung zur Messung der Luftqualität. Eine mannshohe Kabine, in der sich mit sensiblen Gassensoren, die Zusammensetzung der Luft und der Anteil an Schadstoffen messen lässt. „Wie sich beim Atmen in der Kabine die Luftzusammensetzung ändert, können Schüler dann auf einem Tablet sehen“, erklärt Schütze.

So soll den Schülern, nach Vorstellung der Initiatoren, bewusst werden, wie menschliches Handeln sich auf die Umwelt auswirkt.

Die Gassensorsysteme, die Schütze an der Saar-Uni bereits entwickelt hat, sind laut Uni-Mitteilung so genau, dass sie in Raumluft einzelne Schadstoffmoleküle unter einer Milliarde Luftmolekülen ausmachen können.

„Die im Projekt SUSmobil entwickelte Hardware kann von allen interessierten Schulen für eigene Jugend forscht-Projekte genutzt werden“, sagt Benjamin Brück vom Schülerforschungszentrum Saarlouis. Im Saarland würden bereits viele Schüler-Forschungsprojekte zur Luftqualität durchgeführt.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU hat das Projekt mit 400 000 Euro gefördert. Jüngst wurde es auf der digitalen „Woche der Umwelt“ vorgestellt, die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der DBU veranstaltet wurde.

Weitere Infos im Internet:

www.susmobil.lmt.uni-saarland.de