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Corona im Saarland: Ab wann die Booster-Impfung gilt

Ab wann gilt die Booster-Impfung? : Saarland bleibt dabei: Testpflicht entfällt direkt nach der Booster-Spritze

Wer sich boostern lässt, kann in der Regel auf einen Corona-Test verzichten. Diese saarländische Regel wollen die Gesundheitsminister bundesweit – aber erst 15 Tage nach der Impfung. Im Saarland bleibt vorerst alles anders. Eine Infektion bei Doppelt-Geimpften gilt aber weiter nicht als Booster.

Wer sich im Saarland nach einer Doppel-Impfung gegen Corona boostern lässt, ist weiterhin sofort von der Testpflicht im Rahmen der 2GPlus-Regel befreit. Die Saar-Regierung hat diese Regelung im Rahmen einer leichten Anpassung der Corona-Verordnung des Landes verlängert, die am Samstag in Kraft tritt und damit bis zum Jahresende gilt. Das erfuhr die Saarbrücker Zeitung am Mittwoch. Damit weicht das Saarland vorerst von einer Vereinbarung der Gesundheitsminister der Länder ab. Sie hatten sich am Dienstag nach Aussage des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Hotelschek (CSU) auf eine bundesweite Sonderbehandlung von Geboosterten verständigt, die aber erst 15 Tage nach der Auffrischungsimpfung einsetzen sollte. Im Saarland entfällt die Testpflicht bei entsprechendem Nachweis sofort – mindestens für weitere zwei Wochen.

Infektion gilt nicht als Booster

Menschen, die doppelt geimpft waren und danach dennoch eine Infektion durchgemacht haben, haben diese Erleichterung nicht. Die natürliche Infektion von Geimpften gilt nicht als Boosterung, bekräftigte das Saar-Gesundheitsministerium. Die Regelung solle aber „an die sich entwickelnde wissenschaftliche Erkenntnislage angepasst werden“, stellte das Ministerium auf SZ-Anfrage in Aussicht. Es sei allerdings eine abschließende Stellungnahme durch das Robert-Koch-Institut und die Ständige Impfkommission notwendig, damit die Genesung nach Grundimmunisierung als Booster anerkannt werden könne. Eine solche Stellungnahme stehe derzeit noch aus.

Das Problem könnte nach Aussage einer RKI-Sprecherin darin bestehen, dass mit einem positiven PCR-Test unterschiedlich starke Infektionen verbunden sein könnten – mit unterschiedlich starker Immunisierung. Eine Überprüfung der Regelung für Doppelt-Geimpfte, die sich infiziert haben, hatte auch die Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Dienstag angeregt.