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Corona: Nur noch 27 freie Intensivbetten im gesamten Saarland

Lage in Kliniken weiterhin ernst : Nur noch 27 freie Intensivbetten im gesamten Saarland

Die Zahl belegter Intensivbetten war zuletzt drastisch gestiegen. Grund dafür hauptsächlich: viele Einweisungen von Corona-Patienten. Zahlreiche müssen sogar beatmet werden. Wie sieht die jetzige Lage aus?

Noch immer liegt der prozentuale Anteil freier Betten auf den Intensivstationen in den saarländischen Krankenhäusern noch weit unter dem, den das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt. Der liegt bei 15 Prozent. Ab zehn Prozent werde es kritisch.

So sei der Puffer für Notfallpatienten nach wie vor äußerst gering. Die Akutversorgung bei Schlaganfall, Herzinfarkt und Unfall gerate weiterhin an ihre Grenzen. Das geht aus dem Intensivregister hervor, welches das RKI ständig aktualisiert.

Die momentane Ausgangssituation ist sich nach den Daten von Donnerstagmittag, 9. Dezember, im Vergleich zu Dienstag nur unwesentlich entspannter. Demnach verfügt das Saarland in allen 16 gemeldeten Krankenhäusern 6,84 Prozent freie Intensivplätze. Am Dienstag hatte dieser Wert bei 5,8 Prozent gelegen.

Konkret bedeutet dies: Von 395 möglichen Intensivbetten sind nur noch 27 frei. Allein 94 Covid-19-Patienten werden zurzeit auf den Intensivstationen behandelt, 35 von ihnen müssen beatmet werden.

Zurzeit meldet nur das Caritas-Klinikum St. Theresia in Saarbrücken keinerlei Freiräume mehr. Im Sulzbacher Knappschaftsklinikum sind nach RKI-Angaben alle Beatmungsplätze belegt. Lediglich im Knappschaftshaus in Püttlingen sei die Lage noch entspannt.  Die übrigen Standorte weisen nur noch wenige freie Betten aus.

Damit ist das Saarland nach wie vor das Flächenbundesland mit der höchsten Auslastung. Es folgen Sachsen-Anhalt (sieben Prozent freie Intensivkapazitäten) und Baden-Württemberg (7,2 Prozent). Nur der Stadtstaat Bremen weist mit gerade mal 2,2 Prozent eine noch geringere freie Intensivbettenzahl auf.