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IHK fordert Stichproben statt 2G-Kontrollen in der Gastronomie im Saarland

Nach hohen Umsatzeinbrüchen : IHK fordert Stichproben statt strengen 2G-Kontrollen im Einzelhandel im Saarland

2G- oder 2G-plus-Status von Kunden müssen im Saarland am Eingang von Unternehmen streng kontrolliert werden. Das wirke sich schlecht auf die Konjunktur aus, sagt die Industrie- und Handelskammer (IHK) – und fordert Erleichterungen, wie sie in anderen Bundesländern an der Tagesordnung sind.

Wer alles richtig machen will, hat’s manchmal kompliziert: 3G draußen, 2G drinnen, bei Veranstaltungen aber auch draußen 2G, im Restaurant und beim Friseur 2G-plus, aber die Booster-Impfung kann den Test bei 2G-plus ersetzen, aber der gelbe Impfpass gilt nicht mehr als Impfnachweis, und dann spielt manchmal auch noch die Technik nicht mit.

Nachdem die Industrie- und Handelskammer (IHK) bereits beklagte, dass die Corona-Maßnahmen in der saarländischen Wirtschaft zu Umsatzeinbrüchen wegen ausbleibender Kundschaft führen würden, fordert sie nun für den Einzelhandel Erleichterungen bei den 2G-Kontrollen. Das geht aus einer Pressemitteilung der IHK Saarland hervor.

Darin spricht sich die IHK dafür aus, dem Modell Schleswig-Holsteins zu folgen: Dort kontrollieren Einzelhändler nicht an jedem Eingang den 2G-Nachweis jedes Kunden; stattdessen werden lediglich Stichproben durchgeführt. IHK-Hauptgeschäftsführer Frank Thomé fordert: „Im Saarland muss die Landesregierung jetzt rasch nachbessern.“ Der Kontrollaufwand sei zu hoch; außerdem hätten saarländische Unternehmen so unfaire Wettbewerbsnachteile gegenüber Unternehmen in anderen Bundesländern.

In der Pressemitteilung begrüßt die IHK die geplanten Ausnahmen von der Testpflicht für Menschen mit Auffrischungsimpfung und fordert die Landesregierung auf, diese zügig umzusetzen. Denn die Testpflicht für Geimpfte ziehe erhebliche Umsatzeinbußen, etwa bei Restaurants und Friseuren, nach sich. Lange Schlangen vor den Testzentren drücken laut IHK „empfindlich auf die Testbereitschaft und damit auf die Konsumlaune“. Gerade jetzt sei das aber kritisch, findet IHK-Hauptgeschäftsführer Thomé: „Unsere Unternehmen sind mehr denn je auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen“.