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In vierter Welle bisher 34 Corona-Tote in saarländischen Altenheimen

Vierte Welle : 34 Tote in Altenheimen im Saarland, 172 Bewohner mit Corona infiziert

Vor einem Jahr war die Corona-Situation in Altenheimen extrem ernst. Jetzt meldete das Gesundheitsministerium 34 Todesfälle in Heimen im Jahr 2021. Das ist wenig verglichen mit den Zahlen vom Vorjahr.

Trotz hoher Corona-Inzidenzen in der Gesamtbevölkerung ist die Corona-Situation in den saarländischen Altenheimen dank der Impfungen bisher entspannter als vor einem Jahr. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind aktuell 172 der 13 000 Heimbewohner infiziert. Auf dem Höhepunkt der letztjährigen Winterwelle waren es mehr als 400.

Viele der jetzt Infizierten seien trotz vollständiger Impfung erkrankt, erklärte das Ministerium. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle sei der Krankheitsverlauf jedoch mild. 14 Bewohner müssen derzeit in einem Krankenhaus behandelt werden. Von den Beschäftigten der Pflegeheime sind derzeit 153 infiziert, darunter sind 108 mit vollständiger Impfung. Wie hoch die Impfquote unter den Altenpflegekräften ist, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Bislang registrierte das Gesundheitsministerium 34 Heimbewohner, die in der vierten Welle (ab 1. September) im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind. Das entspricht 24 Prozent der Corona-Toten in diesem Zeitraum. Vor Beginn der Impfungen war rund jeder zweite Corona-Tote ein Heimbewohner.

Wie hoch genau die Impfquote unter den Pflegeheimbewohnern ist, dazu gibt es keine validen Daten. Bei der ersten und zweiten Impfung zu Jahresbeginn hatte sie Schätzungen zufolge über 90 Prozent gelegen. Das Gesundheitsministerium hatte vom 6. September bis 15. November erneut mobile Teams in die Pflegeheime geschickt, um dort Booster-Impfungen anzubieten.

Davon machten 6056 Bewohner Gebrauch, also 47 Prozent. Das klingt nach sehr wenig. Allerdings sind darin nicht die Booster-Impfungen enthalten, die Hausärzte vorgenommen haben. 34 der 148 Heime nahmen die Impf-Angebote der mobilen Teams gar nicht erst an, weil dort niedergelassene Ärzte die Bewohner impften. Die Zahl der Impfungen von Hausärzten in den Heimen ist dem Ministerium nicht bekannt.