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Oskar Lafontaine rechnet mit Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock ab

Vor der Bundestagswahl : „Erhöhte Kriegsgefahr“: Lafontaine rechnet auf einen Schlag mit allen drei Kanzlerkandidaten ab

Nicht mehr lange bis zur Bundestagswahl. Der frühere Ministerpräsident Oskar Lafontaine hat zu allen drei Kanzlerkandidaten eine klare Meinung.

Knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl hat der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende und saarländische Ministerpräsident Oskar Lafontaine (Linke) die drei Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock für ungeeignet erklärt. „Ich sehe kein leidenschaftliches Projekt, das zur Wahl stünde“, sagte er. Dies sei aber eine wichtige Voraussetzung, um kanzlertauglich zu sein.

Bei Konrad Adenauer sei das die Westbindung nach dem Krieg gewesen, bei Willy Brandt die Versöhnung mit dem Osten und die Entspannungspolitik, bei Helmut Schmidt die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Industrienationen und bei Helmut Kohl die europäische Einigung.

Angela Merkel sei zwar „sicherlich nicht korrupt“ und „angenehm im Umgang“, so Lafontaine. „Aber wenn Sie mich fragen, was ist ihr Projekt, dann muss ich sagen: Ich weiß es nicht.“

Bei Facebook ergänzte Lafontaine, der 1990 selbst Kanzlerkandidat der SPD war, sowohl Baerbock, Laschet als auch Scholz erhöhten mit ihrer Außenpolitik die Kriegsgefahr. Dass Baerbock als Kanzlerin „völlig ungeeignet“ sei, habe sie mit ihren Forderungen unter Beweis gestellt, den Druck auf Russland zu erhöhen oder der Ostseepipeline Nord Stream 2 die politische Unterstützung zu entziehen. Laschet mache den Eindruck, „dass er kuscht, wenn die kriegsfreudigen deutschen Medien ihn tadeln, und erst recht, wenn der große Bruder in Washington die Stirn runzelt“. Scholz wäre nach Lafontaines Einschätzung als Kanzler ebenfalls „eine völlige Fehlbesetzung“. Das Urteil des Ex-SPD-Bundesvorsitzenden: „Scholz bejaht Krieg und Aufrüstung“, er mache einen „Kniefall vor dem US-Imperialismus und der Rüstungsindustrie“.