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Am 14. September soll die Kreuzung am Kaufland Merzig fertig sein

Kostenpflichtiger Inhalt: Baustelle in Merzig im Zeitplan : Arbeiten zum Aufbau der Ampeln laufen

Die Umgestaltung der Auf- und Abfahrten der Autobahn A8 an der Anschlussstelle Merzig ist bald abgeschlossen.

„Entschuldigung, wie komme ich denn von hier in die Innenstadt?“ Mitten auf der Verbindungsstraße zwischen Merzig und Hilbringen hat ein Mann am Straßenrand mit seinem Auto angehalten und die Frage gestellt. Thomas Thiel, der auf dem Bürgersteig steht, antwortet ihm souverän: „erst wieder auf die Autobahn, dann in Schwemlingen ab, dann von dort aus zurück.“ Der Mann wirkt zwar auch mit der Antwort etwas irritiert, fährt dann aber weiter.

 Fragen nach der Verkehrsführung hat Thiel schon öfter beantworten müssen, denn seit rund fünf Monaten beherrschen mehrere große Baustellen und damit verbundene Sperrungen die Verbindung zwischen Merzig und Hilbringen.

Thomas Thiel ist regelmäßig vor Ort, denn die Firma des Ingenieurs, IBZ in Merzig, kümmert sich um die örtliche Bauüberwachung bei der Maßnahme, die nach ihrem Abschluss einen besseren Verkehrsfluss ermöglichen soll: dem Umbau des Kreisverkehrs, den die Merziger oft als Hela- oder Kaufland-Kreisel bezeichnen, und die Umgestaltung der Auf- und Abfahrten der Autobahn A8 an der Anschlussstelle Merzig.

 Und langsam gehen die Arbeiten sichtbar dem Ende zu – schwere Baumaschinen sind unterwegs, Arbeiter diskutieren über die nächsten Schritte, rufen sich Informationen zu, laufen hin und her. Schicht für Schicht wird der Asphalt an der umfangreichen Baustelle neben der Stadthalle aufgetragen, die langsam schon große Ähnlichkeit mit der Kreuzung aufweist, die sie einmal werden soll. Fast abgeschlossen sind die Arbeiten schon wenige hundert Meter weiter: Auf der Merziger Straße wurden die Markierungen schon aufgetragen, die neuen Bushaltestellen aufgebaut. Selbst die Ampeln stehen dort schon. Wie Giovanni Bennardo vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) ankündigt, soll dieser Teil zum Ende der Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden.

 Die Anschlussstellen und die Kreuzung brauchen noch etwas länger. „In der ersten Septemberwoche wird noch gebaut“, kündigt Thiel an.

Dann können auch die Anschlussstellen geöffnet werden, so dass die Menschen die Autobahn wieder wie gewohnt befahren können. Wiederum eine Woche später, laut Bennardo voraussichtlich am 14. September, soll dann auch die Kreuzung fertig sein. Lediglich Gestaltungsarbeiten stehen dann noch an, die aber nach Worten von Markus Leuck von der Kreisstadt Merzig ohne Eingriffe in den Verkehr erfolgen werden.

„Wir sind derzeit im Zeitplan“, befindet Bennardo. In einer früheren Ankündigung sollte die Kreuzung ein paar Tage früher fertig werden, aber mehrere Kleinigkeiten haben zu Verzögerungen geführt. Wie Thiel berichtet, habe es Schwierigkeiten mit Versorgungsleitungen gegeben, eine Wasserleitung musste von den Wasserwerken Merzig ausgewechselt werden.

Corona hingegen hat die Arbeiten nicht betroffen, und „wir haben keine nennenswerten Lieferschwierigkeiten gehabt“, sagt Bennardo

Kann jetzt noch etwas dazwischen kommen? „Wenn es regnet, können wir die Markierungsarbeiten nicht abschließen“, sagt Bennardo. Andere Arbeiten seien weniger vom Wetter abhängig. So müssten unter anderem noch Verbundsteine gesetzt werden, an den Anschlussstellen müssten noch Leitplanken installiert werden. Außerdem fehlen an den meisten Stellen bislang noch die Ampeln, die später den Verkehrsfluss steuern sollen. Sowohl die Anschlussstellen zur Autobahn als auch die Kreuzung erhalten Ampeln, und diese seien „steuerungstechnisch komplett verbunden, damit es keinen Rückstau gibt“, wie Thiel sagt.

 Während an den Anschlussstellen bereits die Arbeiten zum Aufbau der Ampeln laufen, muss an der zukünftigen Kreuzung zunächst noch fertig asphaltiert werden. In die letzte Asphaltschicht werden dann die Kontaktschwellen eingesetzt. Doch auch schon jetzt sind die diversen Spuren zu erkennen, die die Autofahrer später in Richtung Stadthalle, Hilbringen, Innenstadt oder Rieffstraße führen sollen. Wer von der Stadthalle kommt und nach rechts abbiegen will, hat eine eigene Spur, die sichtbar durch eine Verkehrsinsel abgetrennt ist.

Eine weitere langgestreckte Verkehrsinsel trennt die drei Spuren für Menschen, die aus Richtung Hilbringen kommen, von den Spuren für diejenigen, die in diese Richtung fahren. Aus drei von vier Richtungen kommend gibt es direkt an der Kreuzung drei separate Spuren für die drei möglichen Abbiegerichtungen – lediglich aus Richtung Innenstadt/Lothringer Straße müssen sich Rechtsabbieger und Menschen, die geradeaus fahren möchten, eine Spur teilen.

 Wie sich der Verkehrsfluss tatsächlich entwickelt, wird sich dann nach Abschluss der umfangreichen Maßnahme Mitte September zeigen. Interesse am Baufortschritt sei da, betont Thiel, der oft von Passanten Fragen dazu gestellt bekomme. Und: Negative Kommentare zur Maßnahme, wie es sie im Vorfeld von diversen Seiten gegeben hatte, seien ihm nicht aufgefallen.