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Das sind die schönsten Gärten im Kreis Merzig-Wadern

Wettbewerb des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine : Jury kürt schönste Gärten im Landkreis

Siegerehrung beim Gartenwettbewerb des Kreisverbandes Merzig-Wadern der Obst- und Gartenbauvereine.

Der historische, hölzerne Maschinenschuppen des Hochwalddorfes bot das passende Ambiente für die Siegerehrung des diesjährigen Gartenwettbewerbs des Kreisverbandes Merzig-Wadern der Obst- und Gartenbauvereine. Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Mitlosheim hatte unter seiner Vorsitzenden Sabrina Weiher, die auch das Amt der Kassiererin des Verbandes bekleidet, alles organisiert, um die wegen der Corona-Schutzbestimmungen verringerte Gästeschar in der Halle zu bewirten, während der Ortsverein im Freien einen Flohmarkt veranstaltete.

Die Vorsitzende hieß die zur Ehrung erschienenen Gäste und Vertreter des Kreisverbandes willkommen. Ihr schloss sich Schriftführer Alois Engeldinger, der den verhinderten Kreisvorsitzenden Christoph Rehlinger vertrat, mit seinem Grußwort an. Er lobte zunächst die schöne Maschinenhalle als gelungenen Veranstaltungsort und betonte: „Es hat sich gezeigt, dass es in diesem Jahr ganz besonders schwer war, die Sieger unter den 16 teilnehmenden Gartenbesitzern zu ermitteln. Freuen Sie sich, beim Wettbewerb dabei gewesen zu sein. Mein Kompliment hierfür, denn es hätten auch andere gewinnen können. Es war wie beim 100-Meter-Lauf, wo auch die letzte Sekunde entscheidet.“

Wie Engeldinger weiter ausführte, habe man in den vergangenen Jahren ein Vereinssterben erlebt. Von daher sei es erfreulich, dass Sabrina Weiher hier in Mitlosheim den einst funktionierenden Obst- und Gartenbauverein wiederbelebt habe. Auch Ortsvorsteher Tobias Gastauer sprach dem örtlichen Verein seinen Dank für seine gute Arbeit aus und entbot den Gästen einen herzlichen Willkommensgruß.

Engeldinger gab dann die Namen der Jury-Mitglieder, die die Gärten besichtigt und bewertet hatten, bekannt. Dies waren neben dem OGV-Kreisvorsitzenden Christoph Rehlinger und seiner Stellvertreterin Rosi Günther-Arand aus Haustadt Geschäftsführer Karl-Heinz Schmitt aus Nohn, das Vorstandsmitglied Barbara Braun aus Büschfeld und die Kassiererin Sabrina Weiher aus Mitlosheim.

Schmitt stellte anschließend mit einem Bildervortrag die an dem Wettbewerb beteiligten schönsten Gärten im Landkreis in alphabetischer Reihenfolge vor. Sie gehören Anette Battis aus Thailen, Marlies und Rudi Bommersbach aus Haustadt, Petra Heinz aus Orscholz, Inge Kiefer aus Saarhölzbach, Klara und Ernst Kiefer aus Orscholz, Roswitha Klein aus Hilbringen, Theresia und Klaus Kuschel aus Oppen, Sabine Schlink aus Ballern, Ilona und Lothar Rauch aus Menningen und Rudolf Weber aus Weiskirchen

Der erste Sonderpreis für den besten ökologischen Garten ging an den Pferdehof mit Reittherapie der Familie Michael Hauch aus Kostenbach. Dort befinden sich auch ein kleiner Weinberg, ein Kräutergarten und ein umfangreicher Bauerngarten nebst Bienenhaltung. Es wurden alte Materialien wie beispielsweise beim Bau eines kombinierten Garten-/Gewächshauses verwendet und die Wege kunstvoll gepflastert.

Der zweite Sonderpreis für den schönsten Familiengarten wurde an Petra und Harry Porn aus Beckingen für ihr riesiges, parkähnliches Gelände mit altem Baumbestand vergeben. Überall im Garten gibt es neben Nutzgarten und Hochbeeten originelle Bereiche für Kinder. Auch Hühner und eine Outdoor-Küche in perfekter Ausstattung sind vorhanden. Viele alte Gegenstände wurden wiederverwendet.

Der dritte Platz wurde zweimal vergeben, und zwar an Dorothee und Richard Staudt aus Steinberg sowie Annemarie Bierbrauer aus Weierweiler. Der Garten der Familie Staudt in Steinberg ist auch von einem älteren Baumbestand eingerahmt. Er enthält schöne Teilbereiche, Sitzecken, Böschungsbepflanzungen, einen kleinen Wasserlauf, Pflasterungen und Mauern aus Natursteinen, Insektenhotels und Hochbeete. Originell ist auch die Nutzung einer alten Dachrinne mit angepflanzten Erdbeeren.

Die ebenfalls drittplatzierte große Gartenanlage von Annemarie Bierbrauer aus Weierweiler, die 2012 auf Platz eins gekommen war, beinhaltet einen umfangreichen Nutzgarten in bestem Pflegezustand sowie ein Garten- und Gerätehaus, Sitzecken und Ruhebereiche. Viele Gegenstände sind hier wiederverwertet.

Platz zwei belegten Anneliese und Alfred Puhl aus Reimsbach, die unter anderem über ein sehr großes und gepflegtes Gelände mit umfangreichem Nutzgarten nebst Gewächshaus, großem Gartenhaus, Teich und Obstgarten, Weintraubenhecke sowie einer mit Kürbissen bepflanzten Kompostanlage verfügen. Der erste Platz ging an Norbert und Sonja Quirin aus Orscholz.

Als Preise gab es ein Abo der Verbandszeitschrift und Buchgeschenke, Rostblech-Gartenstecker der Nunkircher Firma Glanzwerk Bernd Demmer und für die platzierten Teilnehmer zudem ein kleines Geldpräsent. Schriftführer Engeldinger dankte allen Teilnehmern sowie der Jury für ihre Arbeit und Geschäftsführer Schmitt für die gelungene Präsentation der Bilder nebst dazugehörigen, informativen Texten zu den beteiligten Gärten. Er wies auch auf den anstehenden diesjährigen Streuobstwiesen-Wettbewerb hin, zu dem 21 Meldungen vorliegen. „Auch hier steht der Jury viel Arbeit bevor“, blickte der Schriftführer nach vorne, ehe er die Veranstaltung schloss.