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Die Kommunen im Kreis Merzig-Wadern sind für den Winter gerüstet

Schnee und Eis können kommen : Kommunen im Kreis sind für Winter gerüstet

Sollte auf den Straßen im Kreis Merzig-Wadern bald winterlich zugehen, kommen die Kommunen damit klar, wie eine Umfrage zeigt.

Bis vor kurzem ist der Grüne Kreis größtenteils von Schnee und Eis verschont geblieben. Doch das scheint sich nun zu ändern. Da stellt sich die Frage: Wie gut sind die Kommunen im Kreis auf das winterliche Wetter vorbereitet? Wir haben uns bei den zuständigen Baubetriebshöfen umgehört.

Die Stadt Merzig teilt dazu mit: „Der Baubetriebshof der Kreisstadt Merzig hat mit 600 Tonnen ausreichend Salz eingelagert. Diese werden mit sechs städtischen Winterdienstfahrzeugen und vier Winterdienstfahrzeugen von Unternehmern bei Bedarf verteilt.“ Weiter heißt es vonseiten der Stadtverwaltung: Insgesamt würden so 139 Kilometer Winterdienststrecke im Stadtgebiet von Schnee und Eis freigehalten. Und weiter: „Wie in den vergangenen Wintern ist der städtische Baubetriebshof auch in diesem Winter für die bevorstehenden Herausforderungen gut gerüstet.“

In der Stadt Wadern sieht Baubetriebshofleiter Claus Hoffmann sich und seine Mitarbeiter nach eigenen Angaben gut vorbereitet. Der Baubetriebshof halte ab der Kalenderwoche 45 eines jeden Jahres bis zur Kalenderwoche 15 des darauffolgenden Jahres einen Winter-Kontrolldienst und das entsprechende Einsatzpersonal in Rufbereitschaft vor. Wie bereits in den vergangenen Jahren bestelle der Baubetriebshof bereits im Mai eines jeden Jahres bei den Südwest-Deutschen Salzwerken im so genannten Frühbezug eine genau definierte Menge an Streusalz, nämlich 260 Tonnen Silosalz für die Bestückung der Fahrzeuge.

Für den Winterdienst auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der Stadt Wadern stünden zum Räumen und Streuen insgesamt sieben Großfahrzeuge zur Verfügung. 31 Mitarbeiter des Baubetriebshofes streuten zudem zu Fuß. Hinzu kämen noch vier Kompakttraktoren, die mit einem Streuautomaten und Schneepflug ausgestattet sind.

Die Streusalzmenge von 260 Tonnen für die Fahrzeuge basiere auf Erfahrungswerten der vergangenen sieben Jahre und habe sich bei normalen winterlichen Ereignissen als ausreichend erwiesen. Der vergangene Winter habe jedoch zu einem Mehrverbrauch von 70 Tonnen an Silosalz (Fahrzeuge) und 20 Tonnen an Streusalz aus Sackware (Fußgruppen) geführt.

Für die Gemeinde Weiskirchen erklärt Bauamtsleiter Klaus Barth, „dass sich die Gemeinde Weiskirchen entsprechend der alljährlichen Praxis auf den Winterdienst vorbereitet hat“. Diese Vorbereitung umfasse die notwendigen personellen sowie maschinellen Maßnahmen, die Beauftragung einer Fremdfirma sowie schlussendlich die Beschaffung des notwendigen Streugutes. Die auf dem Gelände des Gemeindebauhofes befindlichen Streugutbehälter (Silos) seien im Herbst gefüllt worden (rund 80 Kubikmeter) und würden bei Bedarf immer wieder rechtzeitig mit Streusalz nachbestückt. Barth bemerkt außerdem, dass sich die Schneemenge in der Hochwaldgemeinde in den vergangenen Jahren abgenommen habe. Da die Winterglätte nicht zwangsläufig mit Schneeglätte einhergeht, ist der gemeindliche Winterdienst auch unabhängig von Schneefall des Öfteren gefordert.

Zur Situation in der Gemeinde Mettlach erklärt Bürgermeister Daniel Kiefer: „Wir haben aktuell zirka 60 Tonnen Salz am Bauhof und noch zirka 250 Tonnen zusätzlichen Salz-Lagerbestand in Besch in einem angemieteten Lager bei der Firma L+B aus Saarbrücken, die uns auch das Salz – aus Frankreich – liefert.“ Drei Fahrzeuge stünden für den Einsatz bereit. Am Bauhof der Gemeinde könne etwa 70 Tonnen Salz eingelagert werden, von wo aus dann die Fahrzeuge bestückt werden. Die Streufahrzeuge fahren laut Kiefer bei einem Einsatz im gesamten Gemeindegebiet insgesamt etwa 200 Kilometer ab. Bei einem durchschnittlichen Einsatz würden pro Tag etwa fünf bis sechs Tonnen Streusalz benötigt. „Bei uns kommt nur Trockensalz zum Einsatz“, versichert der Verwaltungschef. „Hierbei handelt es sich um gebrochenes Steinsalz. Dadurch bleiben auch immer kleinste Steinanteile zurück, die ebenfalls zur Vermeidung oder Verringerung von Straßenglätte beitragen.“

Wenn der Winter vorbei ist, werde nachgeschaut, wie groß der Restbestand am Lager in Besch sei und das Lager nach Bedarf im Jahresverlauf aufgefüllt. Der Streudienst laufe seit 23. November, meist sei nur ein Fahrzeug zur Kontrolle der kritischen Stellen rausgefahren und habe diese auch bei Bedarf gestreut. „Diesen Winter haben wir schon zirka 20 Tonnen Salz verbraucht. In einem normalen Winter werden rund 300 bis 400 Tonnen gebraucht. In den letzten Jahren hatten wir immer Ende November/Anfang Dezember und Ende Januar bis Ende Februar viel zu streuen gehabt. Oft müssen wir wegen Reifglätte und überfrierender Nässe streuen. Bei Schneefall ist es meist sehr heftig, kommt aber nicht so oft vor.“

In der Gemeinde Beckingen ist der Winterdienst nach Angaben von Gemeindebauingenieur Stefan Adam wie folgt organisiert: „Die Gemeinde verfügt über vier Streufahrzeuge, zusätzlich übernimmt ein externer Dienstleister die Streuung eines Gemeindebezirkes. Des Weiteren ist im Streuplan die Handstreuung in allen neun Ortsteilen im Bereich öffentlicher Flächen, von Bus-Haltestellen und so weiter gewährleistet.“ Eine wöchentlich sich ändernde Rufbereitschaft ist demnach an sieben Tagen in der Woche  rund um die Uhr einsatzbereit. Streusalz werde in einem Silo mit knapp 60 Tonnen Fassungsvermögen, was etwa zwei Streufahrzeugen entspreche, gelagert. Zudem stünden mehrere Paletten Sacksalz zur Verfügung. „In einem normalen Winter ist mit einem Verbrauch von etwa 250 Tonnen Salz zu rechnen.“

Auch die Gemeinde Losheim am See sieht den eigenen Baubetriebshof gut auf winterliche Verhältnisse vorbereitet. „Das Team reagiert bei winterlichen Verhältnissen dynamisch anhand der Wetterprognosen und dem tatsächlichen Geschehen. Das reicht von einem Wetterspäher bis hin zum vollständigen Einsatz des Bauhofpersonals plus drei Fremdfahrern bei starkem Schneefall im ganzen Gemeindegebiet“, teilt die Verwaltung mit. „Der Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Fußgänger, weshalb Gehwege und Parkplätze sowohl von Fußtrupps als auch von zwei Kleintraktoren bearbeitet werden. Bei Bedarf werden die gemeindeeigenen Straßen von bis zu sieben Fahrzeugen freigeräumt und abgestreut, wobei nach einer Prioritätenliste vorgegangen wird.“ Die Fahrzeuge der Gemeinde werden am gemeindeeigenen Streusalzsilo befüllt, das ein Fassungsvermögen von 75 Tonnen aufweise. Das entspreche drei Lkw-Ladungen. Sobald der Füllstand unter 50 Tonnen falle, wird nachgeordert. Für die Fußtrupps werde Sackware bevorratet, wobei immer ein ganzer Sattelzug mit 26 Tonnen bestellt werde, sobald der Bestand unter zehn Tonnen sinke. Zu den Erfahrungswerten der vergangenen Jahre erklärt die Verwaltung: „Seit den schneereichen Wintern von 2010 und 2012 spielt sich der größte Teil des Geschehens in den höher gelegenen Ortschaften ab. Schnee fällt meist von Britten über Bergen, Scheiden, Waldhölzbach bis Mitlosheim. In den anderen Orten sind Schneematsch und Regen häufiger anzutreffen.“