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Fußball: Hilbringen ist im Kreis die Mannschaft mit den meisten Punkten

Fußball : Das Wort mit M ist nicht mehr tabu

16 Spiele, 15 Siege, ein Remis. Der FSV Hilbringen stellt mit 46 Punkten aus 16 Spielen die erfolgreichste Mannschaft im Landkreis. Während zu Saisonbeginn beim FSV niemand von der Meisterschaft reden wollte, ist das nun anders.

Die Vorrunde in den Fußball-Ligen ist vorbei. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen: Die punktetechnisch erfolgreichste Mannschaft im Landkreis Merzig-Wadern ist der FSV Hilbringen. Mit 46 Punkten aus 16 Spielen hat die Elf von Trainer Helmut Hürter aus der Bezirksliga Merzig-Wadern den besten Schnitt. Nur der SCV Orscholz konnte den Hilbringern am vierten Spieltag ein torloses Remis abtrotzen. Da können die Konkurrenten SV Beckingen und 1. FC Schmelz nur schwer mithalten. Beide kommen auf „nur“ 37 Punkte.

Dabei deutete zum Rundenstart wenig darauf hin, dass der FSV derart souverän auftreten würde. Zu schwerwiegend erschienen die Abgänge im Sommer. Doch Trainer Helmut Hürter hat bei seiner Mannschaft einen Sinneswandel erkannt. „Die Vorbereitung lief nicht optimal. Doch nach dem guten Start hat das Team erkannt, dass mehr drin ist. Die Lücken, die durch die Abgänge entstanden sind, wurden durch Jungs aus der zweiten Reihe geschlossen“, sagt der Trainer. Zudem sei das Team auch von Verletzungen verschont geblieben und habe viele Spiele dank seiner tollen Mentalität gewonnen. „Seit vier Jahren spielt die Elf fast unverändert. Das ist eine gewachsene Gemeinschaft, da hat Söldner-Mentalität keinen Platz“, lobt Hürter seine Truppe.

Nach der bislang so reibungslos verlaufenen Saison will sich der Trainer auch einem Landesliga-Aufstieg nicht mehr verschließen. „Doch da wird ein anderer Fußball gespielt, da herrschen andere Ansprüche. Falls wir es schaffen, müssten wir den vorhandenen Kader halten, punktuell etwas verstärken und einen Verjüngungs-Prozess einleiten. Das soll intern geschehen und vor allem, ohne dass große Gelder fließen.“

Der 34-jährige Mathias Tritz hat als erfahrener Spieler einen gehörigen Anteil am Erfolg. „Die aktuellen Zahlen belegen, dass wir zu Recht da oben sind. Wir haben mit neun Gegentoren die beste Abwehr, mit 60 Treffern den besten Sturm – und die meisten Punkte. Dafür gibt es Gründe: Wir spielen schon Jahre zusammen, das heißt, unsere Achse steht. Und auch außerhalb sind wir mehr als ein Fußball-Team, wir sind echte Freunde“, erklärt Tritz, der 14 Tore zum Erfolg beisteuerte. Sein Wunsch ist mit Blick auf Corona, dass die Runde sportlich zu Ende gespielt werden kann – und dann der Landesliga-Aufstieg gefeiert werden darf.

Die von Hürter und Tritz angesprochene Landesliga hat auch der Vorsitzende Wolfgang Neufing auf dem Schirm. „Klar, dass wir das im Auge haben. Die Mannschaft hat uns bislang sehr positiv überrascht. Wenn es klappen sollte mit dem Aufstieg, würden wir das gern mitnehmen“, meint Neufing. Allerdings stellt er klar, dass es keine finanziellen Kraftakte geben werde. „Es wird kein Abweichen vom Hilbringer Kurs geben: Zugänge müssen passen, vor allem vom Charakter her.“

 Jörg Schmohl, Trainer der SF Bietzen-Harlingen
Jörg Schmohl, Trainer der SF Bietzen-Harlingen Foto: Christian Kerber

Dass es trotzdem etwas teurer werden würde in der Landesliga, das weiß Neufing, der jedoch auf die Derbys gegen den VfB Tünsdorf, den FC Besseringen, den SV Britten-Haustadt oder die SG Honzrath-Haustadt verweist. „Das sind Spiele, die viele Zuschauer anlocken. Von daher kämen wir auch eine Liga höher finanziell klar.“ So heißt Neufings Appell an die Truppe: „Weitersiegen und aufsteigen!“