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HSV Merzig/Hilbringen siegt in Handball-Saarlandliga beim TuS Brotdorf

Handball-Saarlandliga : Der HSV hat die besseren Nerven

Handball-Saarlandligist Herzig/Hilbringen gewinnt torarmes Derby beim TuS Brotdorf. Aufholjagd der Gastgeberinnen nicht belohnt.

Das Derby in der Handball-Saarlandliga der Herren zwischen dem TuS Brotdorf und dem HSV Merzig/Hilbringen war im November wegen eines Corona-Falls beim TuS ausgefallen (wir berichteten). Lange warten auf das  Derby zwischen den beiden Clubs mussten die Handball-Freunde im Nordsaarland aber nicht. Am Sonntag trafen in der Saarlandliga die Damen der beiden Vereine aufeinander. Mehr als 150 Zuschauer füllten die Tribüne in der Brotdorfer Seffersbachhalle und stellten die würdige Begleitung des Lokalduells, das vor allem durch zwei starke Abwehrreihen geprägt wurde. Am Ende setzte sich der HSV Merzig/Hilbringen beim TuS Brotdorf mit 16:15 (8:6) durch.

„Man kennt sich einfach gut untereinander. Deshalb ist es etwas anderes als nur ein Gegner“, sagte HSV-Spielführerin Lina Meyer-Klein zum Stellenwert der Begegnung. Zusätzlich zum Prestige ging es für beide Mannschaften um einen wichtigen Erfolg für die Tabelle. Mit jeweils erst vier Punkten waren beide Lokal-Rivalen in der Bringschuld. Entsprechend dieser Devise war die Begegnung von Beginn ein ständiges Hin und Her. Die Gangart der Mannschaften war hart, ohne dabei ins Unfaire zu driften. „Es war relativ ausgeglichen. Beide Mannschaften waren vor allem in der Abwehr stark“, fasste Louisa Kraus vom TuS Brotdorf die Partie zusammen. Meyer-Klein haderte mit der Offensivleistung ihrer Mannschaft: „Wir hatten vorne noch drei oder vier freie Würfe, die wir machen müssen.“

In derart torarmen Begegnungen zählt jeder Treffer gefühlt doppelt. Am erfolgreichsten war am Sonntag Gäste-Spielerin Hannah Gasper. Sie traf nicht nur sechs Mal – durch ihre einfachen Rückraum-Tore schonte sie auch die Kräfte der Mitspielerinnen, was am Ende ein Faktor beim knappen 16:15-Erfolg des HSV Merzig/Hilbringen war.

„Wir haben wirklich gut gekämpft. Aber am Ende hat es einfach nicht gereicht. Merzig/Hilbringen war vor allem bei den Torabschlüssen besser – und wir haben am Ende nicht die Nerven behalten“, sagte Kraus mit Blick darauf, dass ihre Mannschaft einen 12:15-Rückstand auf 15:16 verkürzt hatte, dann mit ihrem letzten Angriff der Partie aber nicht mehr zum Erfolg gekommen war. Sie meinte: „Natürlich ist das ärgerlich. Aber sie haben die Nerven behalten und am Schluss einfach verdient gewonnen.“ Meyer-Klein  war  zufrieden: „Schöner ist, wenn man deutlicher gewinnt, als dass man es so spannend macht. Aber das Derby zu gewinnen, ist immer gut. Und wenn es mit einem Tor ist, ist es für den Gegner eben bitterer. Für uns sind die zwei Punkte ganz wichtig, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.“

Der HSV Merzig/Hilbringen schob sich durch seinen dritten Saisonsieg auf Platz sechs nach vorne. Für ihn endet das Jahr 2021 mit einem Auswärts-Doppelspieltag. Am Samstag spielt  der HSV um 17 Uhr in der Burghalle beim Tabellenneunten TV Kirkel und am Sonntag um 17 Uhr in der Adolf-Collet-Halle in Überherrn beim Tabellenachten  HSG Fraulautern-Überherrn. Der TuS Brotdorf ist Tabellenelfter und damit Vorletzter. Er spielt zum Jahresabschluss an diesem Samstag um 16 Uhr in der Ignaz-Roth-Halle  beim Tabellenvierten SV Zweibrücken II.