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Merzig: Bürgermeister schreibt Brief an Tobias Hans und Robert Habeck

Merzig : Bürgermeister aus dem Saarland wendet sich in Brief an Tobias Hans und Robert Habeck

Die Corona-Pandemie hat die Gastronomie hart getroffen und besonders viele Gastronomen leiden unter den beschlossenen Maßnahmen der Regierung. Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld fordert von Land und Bund finanzielle Unterstützung für die gebeutelten Gastronomie-Unternehmen.

Der Merziger Bürgermeister Marcus Hoffeld fordert von der Landes- und der Bundesregierung mehr Unterstützung für Gastronomie-Betriebe, die durch die kürzlich wieder verhängten Corona-Beschränkungen in massive Existenznöte geraten sind. Dies unterstreicht der CDU-Rathauschef in einem Brief an seinen Parteikollegen und Saar-Ministerpräsidenten Tobias Hans, der auch an die SPD-Wirtschaftsministerin im Saarland, Anke Rehlinger, sowie an den grünen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gegangen ist.

In dem Schreiben von Hoffeld heißt es: „Dass die derzeit geltenden Regelungen insbesondere für unsere Gastronomiebetriebe fast nicht zu stemmen sind, wird täglich sichtbarer beim Gang durch die Merziger Innenstadt. Das untermauern auch verstärkt die zahlreichen Hilferufe von Gastronomen, die mich gerade in den letzten Tagen erreichen.“ Hoffeld gesteht ein, dass die anhaltende Pandemie es aktuell kaum gestattet, weiter reichende Lockerungen zuzulassen: „Die schon seit Monaten anhaltende Pandemie ist für niemanden einfach, insbesondere auch nicht für die Entscheidungsträger. Ich befürworte die Entscheidung, dass es nicht zu einem harten Lockdown gekommen ist, da aus meiner Sicht das gesellschaftliche Leben weitergehen muss, auch für die Wirtschaftsunternehmen.“

 Merzig Bürgermeister Marcus Hoffeld will den Gastwirten Hilfe zukommen lassen.  Foto: Rolf Ruppenthal
Merzig Bürgermeister Marcus Hoffeld will den Gastwirten Hilfe zukommen lassen. Foto: Rolf Ruppenthal Foto: Ruppenthal

Aber gerade die Gastronomie sei in der jetzigen Situation sehr hart getroffen – wieder einmal und zu einem für die Branche sehr ungünstigen Zeitpunkt, stellt Hoffeld klar: „Seit der Einführung der neuen Regelung für den Innenbereich ist die Zahl der Gäste deutlich zurückgegangen, was im Ergebnis natürlich zu wesentlich geringeren Ein-nahmen führt.“ Gleichzeitig sei durch das Prüfen von Impf- und Testzertifikat der logistische Aufwand, der zu personalisieren ist, für die Gastronomen deutlich größer geworden. „Erschwerend kommt hinzu, dass viele Weihnachtsfeiern und Jahresabschlussessen aufgrund der aktuellen Bestimmungen abgesagt wurden. Diese einkalkulierten Einnahmen fehlen ebenfalls im Jahresbudget der Gastronomiebetriebe“, betont der Merziger Rathauschef.

Dies werfe für viele der heimischen Gastronomen bei aller Motivation existenzielle Schwierigkeiten auf. „Unsere Gastronomen wollen weiterhin für ihre Gäste da sein. Vor diesem Hintergrund halten die Betriebe ihre Lokale auch weiterhin geöffnet.“ Dieser Aufwand lohne sich in den meisten Fällen finanziell aber nicht. Er befürchte, so Hoffeld, „dass aufgrund der derzeitigen Situation viele Gastronomen finanzielle Schwierigkeiten bekommen werden, bei vielen sogar die Existenz auf dem Spiel steht“.

Darum sieht er jetzt das Land und auch den Bund in der Verantwortung, dieser besonders betroffenen Branche unter die Arme zu greifen: „Ich bitte die Landesregierung, aber auch die Bundesregierung daher, ein Hilfsprogramm für Gastronomen aufzulegen, damit die derzeitigen finanziellen Ausfälle zumindest teilweise aufgefangen werden können; ein Hilfsprogramm für die Gastronomie, um sie in der jetzigen Situation zu unterstützen, denn unsere Gastronomen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen mit ihren Betrieben für Lebensqualität.“ Die Zukunft der Branche und ihrer Betriebe liege ihm sehr am Herzen, macht der Merziger Bürgermeister deutlich: „Wir brauchen sie dauerhaft, sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft.“