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Schülerfirma Zick-Zack-Stich vom Peter-Wust-Gymnasium Merzig gewinnt Wettbewerb

Mit Maskenproduktion für den guten Zweck : Merziger Schülerfirma siegt bei Wettbewerb

Mit ihrer Produktion von Stoffmasken im Rahmen der Hygiene-Maßnahmen der Corona-Pandemie konnten die Jungunternehmer der Firma Zick-Zack-Stich vom Peter-Wust-Gymnasium die Jury überzeugen.

Mit ihrer dreiminütigen Präsentation hat die Schülerfirma Zick-Zack-Stich des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig den Videowettbewerb der ALWIS-Schülerfirmenmesse gewonnen. Pandemiebedingt musste die alljährliche ALWIS-Schülerfirmenmesse in diesem Jahr als Präsenzveranstaltung abgesagt werden. Deshalb wurde ersatzweise ein Videowettbewerb ins Leben gerufen, heißt es in der Pressemitteilung der Schule.

Die Schülerfirmen waren aufgerufen, ihr Unternehmen, statt an den gewohnten Messeständen, in einem kurzen Videoclip vorzustellen. Nach Meinung der Jury, bestehend aus Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der Hochschule für Technik und Wirtschaft, der Handelskammer des Saarlandes und des Landesinstituts für Pädagogik und Medien, gelang dies der Schülerfirma Zick-Zack-Stich des Peter-Wust-Gymnasiums Merzig am besten.

Die Schülerfirma Zick-Zack-Stich, in aktueller Besetzung bestehend aus Anna Spanier, Maike Jager, Julia Thielen, Lia Bies sowie Julia und Lukas Berger, stellt seit 2012 Näherzeugnisse aller Art her. In der ersten Welle der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 reagierten die Jung­unternehmer flexibel auf den damaligen Mangel an Mund-Nasen-Bedeckungen und stellten die komplette Produktion auf selbstentworfene Masken um. Da zwischenzeitlich der Markt für Gummis leergefegt war, mussten die Schülerinnen und Schüler kreative Ideen entwickeln, um an das benötigte Material zu kommen, wie die Schule weiter berichtet.

Trotz aller Widrigkeiten gelang es ihnen, in einem gewaltigen Kraftakt innerhalb kurzer Zeit 17 000 Masken herzustellen, die an Pflegestationen, Altenheime, das Sozialkaufhaus und die Tafel gespendet wurden.

Helmut Zimmer, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer (HWK) des Saarlandes, zeigte sich beeindruckt von dem Unternehmergeist und dem sozialen Engagement der Schülerfirma Zick-Zack-Stich. Es sei ihm ein Herzensanliegen, die Wettbewerbssieger persönlich zu beglückwünschen und als Silbersponsor die Siegprämie von 200 Euro zu überreichen. Er übermittelte die Grüße des Hauptgeschäftsführers der HWK und lud die Jungunternehmer und -unternehmerinnen zu einem Ausflug in die Handwerkskammer ein, um in den unterschiedlichen Abteilungen einen Eindruck von der Bandbreite handwerklicher Berufe zu gewinnen. In seiner Eigenschaft als Unternehmer nutzte Zimmer die Gelegenheit und gab bei der Firma Zick-Zack-Stich 20 Masken mit dem Logo seines Unternehmens in Auftrag.

Auch die Geschäftsführerin des Vereins ALWIS (Arbeitsleben, Wirtschaft, Schule), Sabine Lauer, sowie Projektmitarbeiterin Carolin Bollow kamen ans Peter-Wust-Gymnasium, um den Siegern zu gratulieren. Lauer verwies darauf, dass die Firma Zick-Zack-Stich schon seit vielen Jahren mit kreativen Ständen an der Schülerfirmenmesse teilnimmt. Sie spornte die Jungunternehmer an, unbedingt weiterzumachen, denn in der Teamarbeit erlernten die Schülerinnen und Schüler wichtige Schlüsselkompetenzen des Unternehmertums.

Per Video gratulierte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger den Schülerinnen und Schülern. Als sie selbst noch Schülerin des Peter-Wust-Gymnasiums gewesen sei, habe es den Wettbewerb noch nicht gegeben. Sie sei beeindruckt davon, wie die Jugendlichen den Corona-Umständen getrotzt hätten.

PWG-Lehrerin Sandra Kreutzer-Jacob, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Esther Johann von Beginn an die Schülerfirma Zick-Zack-Stich betreut, betonte die Eigenständigkeit ihrer Schützlinge. Alles werde von den Schülerinnen und Schülern selbst organisiert und umgesetzt. Ein großes Lob sprach sie den Eltern aus, ohne deren logistische Unterstützung das Unternehmen nicht funktionieren könnte. Auch die umfangreiche Produktpalette der Schülerfirma Zick-Zack-Stich sei beeindruckend, befand Kreutzer-Jacob. Diesbezüglich verwies Jungunternehmerin Maike Jager auf die firmeneigene Stickmaschine, mit der Logos nach individuellen Kundenwünschen auf Stoffe appliziert werden können.

Von dem Gewinn durch den Verkauf derart individuell gefertigter Masken wurden je 1100 Euro an die Organisation Herzensengel und an den Brotdorfer Jungen Raoul Bies für ein behindertengerechtes Rad gespendet.