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Obst- und Gartenbauverein Wadrill eröffnet Dorfgarten mit Gemüse

Ort der Begegnung : Obst- und Gartenbauer eröffnen Dorfgarten für Wadrill

Weil immer mehr Nutzgärten verschwinden, hat der Obst- und Gartenbauverein Wadrill einen Dorfgarten angelegt. Dort werden nicht nur Kräuter angepflanzt.

Bei tollem sommerlichen Wetter und gutem Besuch konnte der Obst- und Gartenbauverein Wadrill erst jetzt, nachdem die Corona-Pandemie dies bislang nicht zugelassen hatte, vielen Gästen und Mitbürgern den auf dem ehemaligen Tennisplatz neu geschaffenen Dorfgarten mit Gartenhaus offiziell vorstellen. Die Vereinsvorsitzende Renate Koch und ihr Stellvertreter Joachim Brücker präsentierten das angegangene Projekt, eine sinnvolle Nachnutzung für das brachliegende Gelände für Wadrilltal zu schaffen, bei einem Rundgang.

Angedacht war, dem Gelände wieder neues Leben einzuhauchen, einen Ort der Begegnungen und des Verweilens, aber auch des gärtnerischen Schaffens für Interessierte anzulegen. Es gab zahlreiche Erläuterungen über den Ablauf der Arbeitsschritte und auch schon über weitere Vorhaben. „Die Hausgärten zur Selbstversorgung mit heimischen Kräutern, Gemüse- und Obstsorten sind nahezu aus unserem Ortsbild verschwunden. Viele unserer Kita- und Schulkinder kennen sowas überhaupt nicht. Deshalb wird unser Dorfgarten auch zum außerschulischen Lernort für sie angelegt, um ihnen Einblicke in die vielfältige Gartenarbeit und Pflanzenwelt anbieten zu können“, erklärte Koch.

„Schön gemacht“ oder aber auch nur ein Kopfnicken und oftmals nur Daumen hoch waren Zeichen des Lobes und der Anerkennung der vielen Gäste, die von Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul und Umwelt-Leader-Mitarbeiter Thomas Schreiner als Vertreter für Umweltminister Reinhold Jost gekommen waren, angeführt wurden. Kreisbeigeordneter Frank Wagner und Sachbearbeiterin Ruth Solander (lokale Arbeitsgruppe Land zum Leben Merzig-Wadern) kam in Vertretung für Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Bürgermeister Jochen Kuttler, Karl-Heinz Schmitt, Geschäftsführer der Gartenbauvereine im Grünen Landkreis und Ortsvorsteher Andreas Klauck waren ebenfalls vor Ort. „Ihnen allen danke ich für die Mithilfe in irgendeiner Form, womit dieses Projekt realisiert werden konnte. Mit ihrem Kommen wertschätzen Sie unsere Arbeit und das geäußerte Lob und die Anerkennung sind der schönste Lohn für unseren Vorstand“, betonte die Vorsitzende mit viel Stolz, die den weiteren Tag so schilderte: „Es wurden weiter keine großen Reden geschwungen, man stand beieinander, besprach sich über den Dorfgarten, plauderte miteinander bei Kaffee und Kuchen und ließ dann mit Würstchen, Schwenker und Käse vom Grill den Tag harmonisch ausklingen.“

Der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins werde auch weiterhin seinen freiwilligen Einsatz in das Projekt einbringen – mit dem Wunsch, dass die Begeisterung des Festtages lange nachhallt und den einen oder anderen jungen Menschen animiert, im Garten mitzuhelfen und eigene Ideen einzubringen, versteht sich.