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FC Hertha Wiesbach erwartet in der Fußball-Oberliga TuS Mechtersheim

Fußball-Oberliga : Auf dem Weg zum Leistungsträger

Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach geht als Tabellenführer in das Heimspiel gegen den TuS Mechtersheim. Daran hat auch ein Spieler Anteil, der vergangene Runde keine allzu große Rolle spielte: Lukas Mittermüller.

Die 24. Minute am vergangenen Samstag im Derby der Fußball-Oberliga zwischen dem FV Eppelborn und dem FC Hertha Wiesbach: Gäste-Akteur Lukas Mittermüller legt sich 18 Meter vor dem Tor den Ball zum Freistoß zurecht, läuft an – und zirkelt die Kugel genau über die Mauer zum 1:0 für die Hertha ins Netz. Damit gelang dem 25-Jährigen ein wichtiger Treffer auf dem Weg zum Wiesbacher 3:1-Sieg, durch den der Club vor dem Heimspiel an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen den TuS Mechtersheim an der Tabellenspitze der Oberliga-Südstaffel bleibt. „Das war schon genau so gewollt“, berichtete Mittermüller später. „Wenn ich auch ein wenig Glück hatte, weil Eppelborns Torwart Dennis Lißmann mit den Fingerspitzen noch dran war.“

Freistöße aus dieser Distanz sind eine Spezialität von Mittermüller, der aus Oberlinxweiler bei St. Wendel stammt und mittlerweile in Altenwald lebt. „Als ich noch bei der Spvgg. Quierschied gespielt habe, habe ich nahezu nach jedem Training Freistöße geübt. Dadurch bekommt man ein Gefühl, wie man schießen und zielen muss“, erzählt der offensive Mittelfeldspieler.

Von Saarlandligist Quierschied wechselte Mittermüller, der unter anderem beim 1. FC Saarbrücken und der SV Elversberg ausgebildet wurde, im Sommer 2020 nach Wiesbach. „Der Hauptgrund dafür war die Oberliga“, erläutert er. „Mein Studium im Bereich Gesundheitssport steuert auf sein Ende zu – und bevor ich in den Beruf einsteige, wollte ich nochmal in dieser Klasse spielen“, berichtet der 25-Jährige. Zu diesem Schritt entschied er sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Quierschied ist in den letzten Jahren zu meinem Heimatverein geworden. Ich habe viele Freunde dort und es war eine super schöne Zeit.“ Trotzdem wollte sich Mittermüller den Herausforderungen in der höheren Liga stellen.

Doch der Start in die neue Spielklasse verlief für ihn holprig. In der Saison 20/21 konnte sich Mittermüller vor deren Abbruch keinen Stammplatz erarbeiten. Nur 209 von 810 möglichen Spielminuten stand er für seinen neuen Club auf dem Feld.

„Ich bin nicht ganz fit aus dem ersten Corona-Lockdown gekommen“, gibt er zu: „Das habe ich dann auch gleich in der Vorbereitung gemerkt. Ich war auch mit mir selbst unzufrieden.“ Mittermüller zog im zweiten Lockdown die richtigen Lehren daraus. „Ich habe viel an mir gearbeitet und auch an Gewicht verloren“, berichtet der Offensivakteur, der zumeist die Außenbahn „beackert“. Und das Training zahlte sich aus – denn aktuell ist Mittermüller auf dem besten Weg, ein Leistungsträger beim Oberligisten zu werden. „Lukas ist richtig fit und dynamisch und hilft uns sehr weiter“, lobt Trainer Michel Petry.

Die Fortschritte lassen sich auch an der Statistik ablesen. Nach fünf Spieltagen hat Mittermüller mit 231 schon jetzt mehr Einsatzminuten als vergangene Saison nach neun Partien. Zudem hat der 25-Jährige schon vier Treffer erzielt – drei mehr als in der Vorsaison. Dass gegen den Tabellendrittletzten Mechtersheim weitere Einsatzminuten hinzukommen, ist aufgrund seiner positiven Entwicklung mehr als wahrscheinlich.

Ein Heimspiel in der Oberliga hat an diesem Wochenende auch der Tabellenachte SV Elversberg II. Er erwartet am Sonntag um 15.30 Uhr den Vorletzten FC Speyer. Neben den Langzeitverletzten Grischa Walzer und Marvin Wollbold (beide Kreuzbandriss) fehlen der SVE II Daniel Dahl, Jannis Gabler, Silas Schmitt, Nico Floegel, Moritz Doll und Luis Kerner mit kleineren Blessuren. Auswärts ist an diesem Samstag der FV Eppelborn gefordert. Auf das punktlose Schlusslicht wartet um 16 Uhr die Aufgabe beim Tabellenvierten Wormatia Worms.