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FV Eppelborn kam in der Oberliga vor der Pause immer besser in Fahrt

Fußball-Oberliga : FV will „gute Basis“ für die Abstiegsrunde

Früher als erwartet hat sich Fußball-Oberligist FV Eppelborn nach der Absage der Spiele gegen Speyer, Mechtersheim und Wiesbach in die Winterpause verabschiedet. Im neuen Jahr will sich der FV nun in den Nachholspielen eine gute Ausgangssituation für die Abstiegsrunde schaffen.

Am Freitag vor einer Woche wurde binnen weniger Stunden in der Fußball-Oberliga Rheinland/Pfalz/Saar vorzeitig – und nicht ganz geplant – die Winterpause eingeläutet. Der Fußball-Regionalverband Südwest (FRV) eröffnete an diesem Tag den Vereinen die Möglichkeit, aufgrund neuer Corona-Bestimmungen (Stichwort: 2G auch beim Sport im Außenbereich), für den Dezember geplante Begegnungen abzusagen. Dies konnte auch ohne Einwilligung des Gegners geschehen (wir berichteten). Nach und nach machten so viele Clubs von dem Angebot Gebrauch, dass alle vor der Winterpause noch angesetzten Spiele nun nicht mehr stattfinden.

„Was die aktuellen Corona-Fallzahlen angeht, war diese Entscheidung des Verbands sicherlich in Ordnung“, sagt Uwe Detzler, seit einigen Monaten neuer Sportvorstand beim FV Eppelborn: „Die Art und Weise, dass da schnell freitags eine E-Mail dazu rausgehauen wird, war – weil alles so spontan war – vielleicht etwas unglücklich. Aber wir können damit leben.“

Schlusslicht FC Speyer sagte nach der E-Mail vom Verband das für letzten Samstag geplante Heimspiel gegen Eppelborn ab. Ebenso wie die TuS Mechtersheim ihr für diesen Samstag geplantes Gastspiel an der Ill. Mittlerweile ist auch klar, dass das für den 18. Dezember geplante Derby des FV Eppelborn beim FC Hertha Wiesbach erst im neuen Jahr stattfinden wird.

Ursprünglich sollten die Staffelspiele in der Oberliga bis zur Winterpause abgeschlossen sein – und die Liga im neuen Jahr am 19. März mit der Auf- und Abstiegsrunde beginnen. Doch nun müssen vor deren Start erst einmal Nachholspiele absolviert werden. Eppelborn hat vier davon zu bestreiten, der FV Dudenhofen sogar fünf. Andere Clubs wie der FV Diefflen oder Röchling Völklingen müssen dagegen nur zwei Begegnungen nachholen.

„Wir haben noch keine genauen Informationen, wann unsere Nachholspiele stattfinden sollen“, berichtet Detzler: „Im Spielplan stehen der 5. März 2022 und die zwei Wochenenden davor als Nachholspieltage.“ Das heißt, dass für den FV wohl spätestens am 19. Februar – und damit vier Wochen früher als geplant – die zweite Saisonhälfte beginnt. „Deshalb werden wir schon Mitte Januar wieder mit dem Training beginnen“, kündigt Detzler an.

Bei zwölf Punkten Rückstand auf Platz sechs könnte der Tabellenvorletzte aus Eppelborn theoretisch noch die Aufstiegsrunde erreichen. Daran glaubt aber niemand – auch wenn der FV nach einem schwachen Start mit acht Niederlagen aus den ersten acht Begegnungen mittlerweile in der Liga angekommen ist. Aus den zehn Begegnungen danach holte das Team von Trainer Sebastian Kleer 17 Punkte.

„Dadurch haben wir uns eine gute Ausgangslage für die Abstiegsrunde verschafft. Die wollen wir nun weiter verbessern – und danach eine gute Rolle in der Abstiegsrunde spielen. Uns ist aber auch bewusst, dass es bei sechs oder sieben Absteigern brutal schwer für uns wird, die Klasse zu halten“, erklärt Detzler. Die in den Staffelspielen erzielten Zähler nehmen alle Teams mit in die Auf- oder Abstiegsrunde. So dass jeder Erfolg in den Nachholspielen auch eine Bedeutung für diese hat.

Ob der FV Eppelborn sich in der Winterpause noch einmal personell verstärken wird, ist noch nicht entschieden. „Wir haben keine Not, weil unser Kader gut genug ist. Aber natürlich halten wir dennoch Augen und Ohren offen“, erklärt Detzler. Eppelborns Kader könnte auch ohne Neuzugänge in der Winterpause größer werden als zuletzt. Denn zahlreiche Akteure wie Thomas Selensky (Verletzung am Innenband im Knie), Luca Sesar (Knöchelverletzung), Marcel Ecker (Sehnenanriss im Knie), Max Rupp (Sprunggelenksverletzung) oder Albert Becker (muskuläre Probleme) werden dann wieder einsatzfähig sein. Lediglich bei Nicolas Jobst (Knieverletzung) rechnet der Verein noch nicht mit einer Rückkehr nach der Winterpause.