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Handballfreunde Illtal besiegen TV Mülheim und unterliegen TV Offenbach

Handball-Oberliga : Wenn die Kräfte schwinden

Die HF Illtal mussten in der Handball-Oberliga am Wochenende zweimal ran. Die erste Partie des Doppelspieltags gewannen sie beim TV Mülheim mit 28:27, die zweite verloren sie gegen den TV Offenbach mit 30:37. Die Auslosung im Saarlandpokal ergab, dass die HF im Viertelfinale auf Ligakonkurrent VTZ Saarpfalz treffen.

Handball-Oberligist HF Illtal hat einen kräftezehrenden Doppelspieltag hinter sich. Nach dem hart erkämpften 28:27-Erfolg am Samstag beim TV Mülheim mussten die Saarländer 23 Stunden später zu Hause in der Eppelborner Hellberghalle gegen den TV Offenbach ran – und kassierten eine 30:37-Niederlage.

Eine Spielverlegung hatte zu dem engen Zeitplan geführt, der im Handball unüblich ist – und bei den Spielern Spuren hinterlassen hat. Dazu kam, dass die Handballfreunde (HF) Illtal seit voriger Woche auf Torhüter Robin Näckel verzichten müssen. Der 27-Jährige, in den vergangenen Jahren konstant einer der stärksten Torhüter der Oberliga, zieht aus beruflichen Gründen nach Italien.

„Ein bisschen müde und kaputt“ fühlte sich Johannes Zeyer nach dem anstrengenden Wochenende. Als Kreisläufer der HF Illtal ist er noch in einer „Luxus-Situation“, da auf seiner Position außer ihm auch noch Joshua Wolf und Kevin Singh zum Einsatz kommen. „Wir können die Belastung verteilen. Aber das muss jetzt auch nicht jedes Wochenende so sein mit zwei Spielen“, berichtete der Illtaler – und lachte.

„Dem Körper geht’s erstaunlich gut, aber direkt nach dem Spiel hat man die 120 Minuten in den Knochen gemerkt, nicht nur bei mir. Wir haben ja einige Spieler, die jede Partie fast durchspielen müssen“, beschrieb Rechtsaußen Marius Merziger die ungewohnte Doppelbelastung.

Bei der Partie in Mülheim waren die Handballfreunde noch in Vollbesitz ihrer Kräfte. „Wir sind schleppend ins Spiel gekommen, Mülheim hat viele einfache, schnelle Tore gemacht. Das haben wir dann aber besser in den Griff bekommen“, fasste Merziger die erste Halbzeit zusammen, nach der die Saarländer mit 17:15 führten. Nach dem 21:17 in der 39. Minute wurde es in der Schlussphase eng: Der TV Mülheim verkürzte auf 27:28, dann versagten Max Mees zwei Minuten vor Schluss von der Siebenmeter-Linie die Nerven. Doch auf der Gegenseite war Schlussmann Kevin Hinsberger zur Stelle. Der Illtaler parierte 15 Sekunden vor der Schluss-Sirene einen Strafwurf und sicherte seiner Mannschaft so den Sieg.

„Die Rückfahrt hat gefühlt ewig gedauert. Ich glaube, niemand war vor halb eins zu Hause. Da musste jeder gucken, dass er sich, so gut es geht, auskuriert“, sagte Merziger. Was nur bedingt funktionieren konnte. „Ich denke, das Spiel vom Vortag hat man am Sonntag immer mehr gemerkt, was aber auch normal ist“, bewertete Johannes Zeyer die zweite Partie der Illtaler. Je weiter die Zeit auf der Hallenuhr im Spiel gegen den TV Offenbach voranschritt, desto mehr schwanden die Kräfte der sonst so heimstarken Illtaler. Über 9:10, 14:16 und 23:27 zogen die Offenbacher in kleinen Schritten davon – bis die Gegenwehr gebrochen war. Vor 200 Zuschauern verloren die HF Illtal am Ende mit 30:37.

„Chancenlos waren wir nicht, auch wenn das Ergebnis ein bisschen was anderes sagt. Aber die Niederlage geht in Ordnung. Die Abwehr war nicht stabil genug, als dass wir das Spiel hätten gewinnen können“, sagte Zeyer. Mit 10:8 Punkten belegt er mit seiner Mannschaft Platz fünf. Am Samstag um 19 Uhr spielt Illtal beim Tabellensiebten SG Saulheim.

In der Halbzeit der Partie zwischen den HF Illtal und dem TV Offenbach fand die Auslosung der Viertelfinal-Spiele im Saarlandpokal statt. Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken trifft auf Oberligist TV Homburg. In einem reinen Oberliga-Duell spielen die HF Illtal gegen die VTZ Saarpfalz. Zudem treffen die Saarlandligisten HC Dillingen/Diefflen und SGH St. Ingbert aufeinander. Bezirksligist ASC Quierschied hat als Gegner den Sieger des Verbandsliga-Duells TuS Elm/Sprengen gegen TV Merchweiler II (Spiel am Dienstag nach Redaktionsschluss).