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Hertha Wiesbach schlägt SV Elversberg II im Derby mit 4:2

Fußball-Oberliga : Mittermüller macht die Hertha happy

Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach bleibt nach dem dritten Spieltag ungeschlagen. Am Mittwoch setzte sich der FC mit 4:2 bei der SV Elversberg II durch. Für die SVE II war es die erste Saisonniederlage. Hiobsbotschaften mussten beide Teams schon vor der Partie hinnehmen.

Zweimal konnte Fußball-Oberligist SV Elversberg II am Mittwoch im Derby zu Hause gegen den FC Hertha Wiesbach nach einer Gäste-Führung noch zurückschlagen. Ein drittes Mal gelang dies dem Team von Trainer Marco Emich nicht: Die SVE II zog vor 150 Zuschauern mit 2:4 (1:1) den Kürzeren.

Lukas Mittermüller traf in der 15. Minute zum 1:0 für Wiesbach. Acht Minuten nach der Pause schlug der 25-Jährige erneut zu und erzielte das 2:1 für die Hertha. „Für Lukas freut es mich besonders, dass er doppelt getroffen hat. Er ist deutlich fitter als letzte Saison und kann jetzt seine Qualität zeigen“, erklärte Wiesbachs Trainer Michael Petry, der Mittermüller erstmals in dieser Saison von Anfang an gebracht hatte.

Zwischen den beiden Treffern des 25-Jährigen gelang Elversberg II durch einen sehenswerten Sololauf von Nico Floegel, der mehrere Gegenspieler stehen ließ und dann einschoss, in der 41. Minute der 1:1-Ausgleich.

Auch die zweite Wiesbacher Führung egalisierten die Gastgeber noch: Philipp Lauer traf in der 77. Minute nach einer Hereingabe von Alessandro Marino zum 2:2. Nur drei Minuten danach rappelte es jedoch wieder auf der Gegenseite. Pascal Piontek erzielte nach einem Diagonalball von Giovanni Runco im zweiten Versuch das 3:2 für Wiesbach. Mit dem ersten war Piontek noch an SV-Torwart Florian Barth gescheitert.

„Das war der Knackpunkt der Partie“, fand Emich. Denn auf diesen Gegentreffer konnte sein Team nicht mehr antworten. Im Gegenteil: als Elversberg II in den Schlusssekunden alles nach vorne warf, konterte die Hertha und Nico Wiltz traf zum 4:2-Endstand für die Gäste.

„Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, war der Sieg für die Hertha verdient“, urteilte Emich. Derselben Meinung war auch sein Wiesbacher Trainerkollege Michael Petry: „Das war eine sehr gute Leistung von uns. Vor allem in der ersten Halbzeit“, lobte der 44-Jährige.

Vor der Partie bestätigten sich bei Elversberg II übrigens die schlimmsten Befürchtungen über zwei Verletzungen, die sich SVE-Spieler beim 3:1-Sieg am Samstag beim FV Diefflen zugezogen hatten. Stürmer Marvin Wollbold riss sich das Kreuzband. Besonders bitter: Der 23-Jährige hatte gerade erst sein zweites Spiel nach seinem Comeback wegen derselben Verletzung bestritten (wir berichteten).

Außenverteidiger Grischa Walzer zog sich in Diefflen einen Teilabriss des Kreuzbandes zu. „Beide werden diese Saison nicht mehr spielen“, berichtete Emich kopfschüttelnd. „Das tut mir für beide auch menschlich sehr leid. Marvin ist 23 – und es ist schon der dritte Kreuzbandriss in seiner Karriere.“

Durch den Ausfall von Wollbold hat Elversbergs Trainer nun ein Problem in der Offensive. „Ich habe keinen etatmäßigen Stürmer mehr im Aufgebot“, hadert der 47-Jährige. Ursprünglich waren für diese Position Wollbold und Philipp Kiefer vorgesehen. Kiefer wechselte wenige Tage vor dem ersten Saisonspiel zu Regionalligist FSV Fürstenwalde.

Gegen die Hertha trat Elversberg II mit den Außenbahnspielern Maurice Schnell und Batikan Sonsuz im Angriff an. Eine weitere Option für Emich wäre es, Verteidiger Luis Kerner in den Sturm zu beordern. Dies hatte der 47-Jährige bereits in einigen Partien der Vorsaison getan.

Auch für Wiesbach gab es eine schlimme Nachricht. Die Verletzung, die sich Djibril Diallo beim 2:2 der Hertha am Samstag zu Hause gegen Arminia Ludwigshafen zugezogen hat, hat sich als Riss des vorderen Kreuzbands herausgestellt.

Der Offensivspieler wird lange ausfallen – und natürlich fehlen, wenn Wiesbach am Samstag um 15.30 Uhr Röchling Völklingen zum nächsten Saarderby empfängt. Für Elversberg II steht an diesem Samstag um 15.30 Uhr ein Auswärtsspiel bei Wormatia Worms an.