Viel zu feiern in Humes : Der Kirchplatz heißt jetzt nach Pater Jakob

Gleich mehrere Gründe sich zu freuen hatten die Humeser Bürgerinnen und Bürger am Sonntag bei strahlend schönem Spätsommerwetter. Zum einen feierten sie die Umbenennung des Kirchplatzes zwischen Kirche „Maria Himmelfahrt“ in Pater Jakob-Platz und dem früheren Pfarrsaal (heute Kindergarten).

Gleichzeitig wurde eine neue Marienstatue in der aufwändig sanierten Mariengrotte von Pastor Johannes Schuligen eingesegnet.

Der Geistliche und der Humeser Ehrenortsvorsteher Günther Britz begrüßten zahlreiche Gäste, darunter den Eppelborner Bürgermeister Dr. Andreas Feld, Vertreter der Kirchengemeinde, des Fördervereins und des Pfarrgemeinderates, Angehörige von Pater Konrad und nicht zuletzt das Unternehmerehepaar Edmund und Ursula Meiser, die die Marienstatue gestiftet haben.

Jakob Konrad wurde als drittes von insgesamt neun Kindern 1914 in Niederöfflingen in der Eifel geboren, berichtet der Militärseelsorger Andreas Bronder in seiner Laudatio. Von 1926 bis 1935 besuchte er die Missionschulen St. Paul in Wittlich-Wengerohr und St. Wendel, wo er dann sein Abitur machte. Das Noviziat absolvierte Jakob in der Marienburg (Schweiz).

1937 nahm er das Theologiestudium auf. Schon im März 1940 begann für Jakob der Militärdienst als Sanitäter. 1947 kehrte er aus der Gefangenschaft zurück und schloss sein Studium ab. 1948 wurde Konrad zum Priester geweiht. Nach Jahren der seelsorgerischen Tätigkeiten im Kreis St. Wendel kam Pfarrer Konrad 1977 nach Humes.

1978 wurde er geistlicher Leiter der „Saar-Pfalz-Lourdes-Pilgerfahrten“. Erst in den 90er Jahren wurde er abgelöst, flog aber immer noch jährlich mehr als einmal in die Stadt, die ihn 1994 zum Ehrenbürger gemacht hat. Kirchlich hat ihn der Bischof von Tarbes mit dem Titel „Domherr unserer Lieben Frau von Lourdes“ geehrt. Neben diesen vielen seelsorgerischen Pflichten gibt es unzählige Schnitzarbeiten, die Kirchen und Ortseingänge schmücken und die von Konrad in liebevoller Kleinarbeit hergestellt wurden.
Im Dezember 2006 verstarb der Geistliche und wurde auf dem Klosterfriedhof in St. Wendel beigesetzt.

Musikalisch begleitet wurden die Feierlichkeiten vom Fanfarenzug der Kolpingfamilie, Mitgliedern der Kirchenchöre aus Humes, Wiesbach und Eppelborn sowie von Kindern des nahen Kindergartens.