1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Eppelborn

Marco Kleer trainiert die U19 des FC Hertha Wiesbach in der Regionalliga

Jugendfußball : Trainerwechsel bei der U 19 des FC Wiesbach

Regionalligist trennt sich von Markus Brill. Ein Trio unter Leitung von Marco Kleer soll den Aufsteiger zum Ligaverbleib führen.

Der FC Hertha Wiesbach hat sich in der Winterpause vom Trainer der A-Jugend getrennt. Markus Brill war mit der U 19 in der vergangenen Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in die Fußball-Regionalliga Südwest aufgestiegen. Zur Winterpause liegen die Gelb-Schwarzen als Drittletzter der Tabelle auf einem Abstiegsplatz. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt aber nur einen Zähler. Kurz vor Weihnachten entschied sich der Verein zur Trennung vom 44-jährigen Brill.

„Die sportliche Situation hat uns dazu bewogen. Wir wollten sportlich einen neuen Impuls setzen“, sagt Jugendleiter Frank Nomine. Er ergänzt: „Unser neues Konzept im Verein sieht vor, dass wir für unsere Verbandsliga-Mannschaft keine externen Neuzugänge verpflichten wollen, sondern diese ausschließlich aus der eigenen Jugend verstärken. Zudem haben es in der jüngeren Vergangenheit schon drei Spieler aus unserer A-Jugend in den Oberliga-Kader geschafft. Deshalb ist für uns der Klassenverbleib mit der U19 in der Regionalliga ganz wichtig.“

Die Nachfolge auf der Trainerposition ist geklärt. Marco Kleer, bislang Co-Trainer der B-Jugend, hat das Amt übernommen. Unterstützt wird er vom bisherigen Co-Trainer der A-Jugend, Matthias Bläs, und von Jens Brehm, der zuletzt pausiert hatte, zuvor aber auch schon als Jugend-Trainer beim FC Wiesbach tätig war. Marco Kleer ist der Bruder von Sebastian Kleer, dem Trainer des Saarlandligisten FV Eppelborn. 

Brill erklärt zu seiner Entlassung: „Das kam für mich überraschend, und ich bin von der Vorgehensweise maßlos enttäuscht – auch weil mir keine richtigen Gründe genannt wurden. Ich habe bis zum letzten Tag gerne für den Verein gearbeitet, und es hat mir Spaß gemacht.“

Zur zurückliegenden Halbserie in der U19-Regionalliga sagt er: „Wir haben am Anfang ein wenig Lehrgeld bezahlt, sind dann aber mit jedem Spiel besser in die neue Liga hineingewachsen.“ Drei Saisonsiege feierte der Aufsteiger: Er bezwang in den Kellerduellen Schlusslicht TV Mainz mit 6:1 und den Tabellenvorletzten SG Andernach mit 3:1. Zudem setzte sich die Hertha im Derby gegen den Viertletzten SV Elversberg mit 2:1 durch. Trotzdem war Brill mit der Ausbeute nicht ganz zufrieden. „Wir haben vier bis fünf Punkte zu wenig geholt“, erklärt der Ex-Trainer. Das lag vor allem daran, dass der Aufsteiger in mehreren Partien eine Führung nicht über die Zeit brachte: In der Partie bei der TuS Koblenz spielte der FC Wiesbach nach einer 3:0-Führung noch 3:3. Im Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz lagen die Gelb-Schwarzen bis zur 77. Minute mit 4:2 vorne – am Ende gab es eine 4:5-Niederlage. Und im Heimspiel gegen den Ludwigshafener SC führten die Saarländer sogar bis zur 84. Minute mit 3:1 – und zogen am Ende mit 3:4 den Kürzeren. 

In die zweite Saisonhälfte startet Wiesbachs A-Jugend am 26. Februar mit dem Heimspiel gegen den Tabellensiebten Wormatia Worms. Danach ist die Hertha im nächsten Spiel am 12. März beim verlustpunktfreien Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern zu Gast.