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SV Dirmingen belegt in der Frauenfußball-Verbandsliga Rang zwei

Frauenfußball : „Dirmingen ist eine Hausnummer mit großer Tradition“

Regionalliga-Absteiger SV Dirmingen steht zur Winterpause in der Frauenfußball-Verbandsliga auf dem zweiten Platz.

Es lief nicht alles reibungslos – aber am Ende ist die neue Trainerin mit ihrer ersten Saisonhälfte beim Frauenfußball-Verbandsligisten SV Dirmingen zufrieden: Ramona Blessing, die als Spielerin beim SV Dirmingen unter anderem in der 2. Liga aktiv war, hatte zu Saisonbeginn beim Regionalliga-Absteiger die Nachfolge von Interimstrainer Stefan Warschburger angetreten. Mit dem Vorhaben, „vorne mitzuspielen“, startete die 39-Jährige mit ihrer Mannschaft in die Spielzeit 2022/2023. „Es ist auch jetzt unser Ziel, so lange wie möglich oben dabei zu bleiben“, erläutert die Übungsleiterin.

Zur Winterpause steht der SV Dirmingen auf Tabellenplatz zwei. Drei Punkte beträgt der Rückstand auf den Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken II, zwei Zähler der Vorsprung auf den Tabellendritten DJK St. Ingbert. Der Tabellenvierte SC Bliesransbach hat drei Punkte weniger als die Dirmingerinnen – aber auch eine Partie weniger absolviert.

Der SV Dirmingen startete in der Vorrunde mit zwei Siegen, doch dann gab es einen Durchhänger. Der Regionalliga-Absteiger unterlag überraschend zu Hause der DJK St. Ingbert mit 0:1 und konnte auch die Partien danach bei der SV Elversberg II (2:2) und gegen den 1. FC Saarbrücken II (0:0) nicht gewinnen.

„Da hatten wir schon eine schwierige Zeit, weil wir in der Tabelle nicht vorangekommen sind“, gibt Blessing zu: „Aber ich muss der Mannschaft ein Lob aussprechen, wie sie danach weitergemacht hat. Die Trainingsbeteiligung war sehr gut und danach haben wir alle Spiele gewonnen. Deshalb stehen wir jetzt auch zu Recht dort, wo wir stehen.“ Und die Trainerin ergänzt: „Wir wollen in der Rückrunde das gewonnene Selbstvertrauen weiter ausbauen.“

Und natürlich wollen die Schwarz-Weißen auch ein Wörtchen im Titelrennen mitreden. Nach jetzigem Stand steht der SV Dirmingen sogar auf einem Aufstiegsplatz. Der Grund: Der 1. FC Saarbrücken II darf nur in die Regionalliga aufsteigen, wenn die erste Mannschaft der Blau-Schwarzen den Sprung von dort in die 2. Liga schafft. Der FCS steht in der Regionalliga aber „nur“ auf Rang drei – mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SV Elversberg.

„Ich gehe davon aus, dass wir einen Aufstieg auch wahrnehmen würden – und der Verein uns keine Steine in den Weg legt. Dirmingen ist im Frauen-Fußball ja schon eine Hausnummer mit großer Tradition“, erläutert Blessing. Ende Januar will sie in die Vorbereitung auf die Rückrunde einsteigen. Sein erstes Spiel nach der Winterpause bestreitet der SV Dirmingen am 12. März beim Drittletzten, dem 1. FC Niederkirchen.

Zuvor steht noch die Teilnahme an einigen Hallenturnieren an. Der Regionalliga-Absteiger spielt an diesem Sonntag beim Turnier des 1. FC Riegelsberg in der Riegelsberghalle. Am 21. Januar nimmt der Club am Turnier des SV Wahlen-Niederlosheim teil, am 29. Januar an dem der FFG Homburg und am 4. Februar am Turnier des SC Falscheid.

Am vergangenen Samstag drang der SV Dirmingen bei dem mit 43 Wertungspunkten am besten besetzten Turnier der Masters-Serie, dem Ladies-Cup des SV Morscholz, bis ins Finale vor. Dabei bezwang der Verbandsligist sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale Regionalligisten. In der Runde der letzten acht Teams siegte Blessings Mannschaft gegen den SV Bardenbach mit 3:2 nach Siebenmeterschießen. Im Halbfinale setzte sich der Verbandsligist gegen die SG Andernach II mit 4:2 nach Siebenmeterschießen durch. Der Siegeszug wurde erst im Endspiel gestoppt. Dort unterlag Dirmingen dem Regionalligisten 1. FC Riegelsberg mit 0:3.

In der Masters-Wertung steht der SV Dirmingen mit 10,8 Punkten auf Rang zwei. Die Punktzahl dürfte normalerweise schon zur Teilnahme am Finalturnier, das am 11. Februar in der Multifunktionshalle der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule stattfindet, genügen.