Kolumne Apropos : Was man so alles wegwirft ...

Gestern war wieder so ein Tag. So einer, an dem ich gefühlt alle fünf Minuten irgend etwas weggeworfen habe. Einen Kugelschreiber, der nicht mehr funktioniert. Zerknüllte Masken (medizinisch und FFP2) aus diversen Jackentaschen.

Wegwerf-Taschentücher. Sieben Parktickets des Saarpark-Centers in Neunkirchen, die sich im Lauf der Zeit irgendwie angesammelt haben, die neuen Parkautomaten schlucken die Tickets bei der Ausfahrt nämlich nicht mehr (Ich habe nebenbei gesagt schwer den Verdacht, die wollten die Ticket-Papierberge auch nicht mehr entsorgen, so dass nun jeder seines selbst mitnehmen muss.)

Vor allem aber Verpackungen. Müslischachteln, Teebeutel-Umverpackungen, Versandverpackungen, Wurstpapier. Glasflaschen, Plastikflaschen, Milchpackungen. Natürlich habe ich alles schön ordentlich getrennt: Gelbe Tonne, Papiertonne, Biomüll, Restmüll, Glas. Mindestens einmal pro Stunde bin ich wegen irgendwas zu irgendeinem Entsorgungsbehälter getigert.

Bewegung ist ja gesund. Aber ich war irgendwann wegwerfmüde. Es hatte nicht den in manchen Aufräumbüchern gelobten befreienden Effekt – dieses Gefühl, das sich einstellt, wenn man sich endlich mal aufrafft und alte, abgelegte oder eh nie getragene Klamotten entsorgt. Oder den Schreibtisch aufräumt. Nein, es war einfach nur ein Wahrnehmen der Mengen an Müll, Plastik etc., die so ganz alltäglich und nahezu unbemerkt im Haushalt sind.

Gleichzeitig kam der Gedanke: Das muss doch mit weniger (Verpackungs-)Müll im Alltag gehen. Ganz oben auf der Liste: weniger Plastik. Der erste gute Vorsatz fürs neue Jahr. Obwohl: Damit muss ich nicht bis zum 1.1. warten, sondern kann gleich anfangen.