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Bauarbeiten am Ellenfeldstadion von Borussia Neunkirchen geplant

Fans von Borussia Neunkirchen sind gespannt : Ellenfeldstadion in Neunkirchen wird umgebaut – Das soll sich alles verändern

Dass sich im Ellenfeldstadion einiges tun soll, ist schon länger klar. Jetzt haben Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann und der Vorstand von Borussia Neunkirchen die Sanierungspläne vorgestellt.

Die Pläne, den Kopfbau des Ellenfeldstadions abzureißen und an dieser Stelle eine neue Sporthalle zu bauen, liegen schon lange auf dem Tisch. Der Haken daran: Die erhofften Fördergelder vom Bund, etwa sieben Millionen Euro, sind nie geflossen. Aber Immerhin hat das Land bereits vor zwei Jahren zwei Millionen für die Sanierung des Ellenfeldstadions zugesagt. In einer Pressekonferenz stellten Neunkirchens Oberbürgermeister Jörg Aumann und der Vorstand von Borussia Neunkirchen an diesem Donnerstag die Sanierungspläne vor.

Im ersten Bauabschnitt sollen zwei Umkleidekabinen und eine Toilettenanlage unter der Haupttribüne gebaut werden. Zudem wird die Rasenfläche im Stadion erneuert und mit einer Beregnungsanlage ausgestattet. Im zweiten Bauabschnitt erfolgt dann der Abriss des gesamten Kopfbaus samt Halle. Die, bestätigte Alexander Kunz, Vorsitzender von Borussia Neunkirchen, werde zwar vom Verein noch als Kraftraum genutzt, heizen können man die Halle aber nicht mehr. „Die Halle ist in einem Zustand, der energetisch nicht mehr tragbar ist“, sagte Kunz. Allein im vergangenen Jahr seien Kosten in Höhe von 34 000 Euro angefallen. Daher sei man froh, dass nach dem Abriss neue Funktionsräume an Stelle des Kopfbaus gebaut würden.

Die lange Zeit, die seit der Zusage der Landes-Zuschüsse bis dato verstrichen ist, begründete Aumann mit der Hoffnung vonseiten der Stadt als Eigentümerin, doch noch an Bundesmittel für einen Hallenneubau zu kommen. „Die Bundesmittel wurden auf viel kleinere Projekte verteilt, aber mit Kleinbeträgen ist uns in der Sache nicht geholfen“, so Aumann. Vor einem Jahr sei dann der Entschluss gefasst worden, die Sanierung in der jetzt vorgestellten Weise anzugehen. Insgesamt hätte das ganze Prozedere aber länger gedauerte, als gehofft, fügte Aumann hinzu.

Die Pläne für einen Hallenneubau seien jedoch keineswegs vom Tisch. Die Halle könne immer noch auf der Freifläche neben dem zweistöckigen Neubau entstehen, in dem auch Büros, Schiedsrichterkabine, VIP-Raum und Toiletten untergebracht werden. Sollte es dafür irgendwann Fördermittel geben.

Das Sanierungskonzept soll auch dazu beitragen, die in den vergangenen Jahren wieder verstärkt geförderte Jugendarbeit der Borussia zu unterstützen, erklärte Aumann. „Ein guter Verein ersetzt zwei Jugendpfleger“, so der OB. „Als Sportverein mitten in der Innenstadt haben wir auch soziale Aufgaben, gerade im Jugendbereich. Wir haben 169 Jugendspieler in neun Mannschaften, Tendenz steigend. Eine moderne Jugendarbeit braucht auch eine moderne Infrastruktur. Deswegen liegt unser Bedarf gerade in Umkleiden und Duschen. Auch die Sanitäranlagen und der Rasen sind in die Jahre gekommen“, sagte Sportvorstand Gunther Persch.

 Im ersten Bauabschnitt sollen zwei neue Umkleidekabinen und Toiletten unter der Haupttribüne gebaut werden. 
Im ersten Bauabschnitt sollen zwei neue Umkleidekabinen und Toiletten unter der Haupttribüne gebaut werden.  Foto: Marc Prams
 Von links: Sportvorstand Gunther Persch, Vorsitzender Alexander Kunz, OB Jörg Aumann und Bauamtsleiter Jörg Wilhelm bei der Pressekonferenz.
Von links: Sportvorstand Gunther Persch, Vorsitzender Alexander Kunz, OB Jörg Aumann und Bauamtsleiter Jörg Wilhelm bei der Pressekonferenz. Foto: Marc Prams

Aumann betonte, dass es keinerlei Pläne gebe, die Spieser Kurve abzureißen oder den Fanblock, zumal dieser für die Statik der Haupttribüne wichtig sei. Verläuft alles nach Plan – die Erstellung der dritten Kostenebene soll im November abgeschlossen sein – könnten die Arbeiten 2022 beginnen und Ende 2023 abgeschlossen sein. Im städtischen Haushalt sind 500 000 Euro vorgesehen, womit sich die Gesamtkosten auf 2,5 Millionen belaufen.