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Die Stadt Neunkirchen plant Neubau am Ellenfeldstadion

Kommentar : Gut investiertes Geld, aber . . .

Das Ellenfeldstadion ist in die Jahre gekommen und mit ihm die Umkleidekabinen, die Duschen, die Toiletten. Und so ist die Freude beim Verein groß darüber, dass sich in diesem Bereich endlich was tut.

Zu lange hat sich der Verein darauf konzentriert, mit der ersten Mannschaft in höheren Ligen zu spielen. Die Jugendarbeit wurde dabei vernachlässigt. Aber ohne Unterbau kann kein Verein auf Dauer bestehen. Erst recht kein Sportverein. Zwar hat der Name Borussia Neunkirchen noch immer Gewicht, aber kaputte Kacheln, muffige Kabinen, eine kalte Halle und tropfende Wasserhähne sind kaum überzeugende Argumente, um junge Spieler, die bei anderen Vereinen eine moderne Infrastruktur vorfinden, für die Borussia zu begeistern und an den Verein zu binden. Und die Besucher der Spiele wird es freuen, wenn sie bis zur nächsten Toilette nicht mehr ums halbe Stadion laufen müssen. Das Geld ist also gut investiert. Auf der einen Seite. Dass jedoch der Abriss des Kopfbaus ansteht, wird bei vielen die Angst schüren, dass dies der Auftakt zu einem Rückbau auf Raten sein könnte. Zwar hat OB Aumann noch einmal klar betont, dass dies nicht passiere. In den Erhalt und die Sanierung des restlichen Stadions, samt Spieser Kurve und Gegengerade, wird von den zwei Millionen an Fördermitteln aber nichts fließen. Chance vertan, werden Kritiker sagen. Wird eh nicht benötigt, mögen andere kontern. So oder so: Die Borussia und das Ellenfeld werden weiterhin für Diskussionen sorgen. Nicht nur in sportlicher Hinsicht.