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Kreis stockt für Digitalisierung der Schulen Personal auf

Kreistag Neunkirchen : Kreis stockt für Digitalisierung der Schulen Personal auf

Kreistag gab grünes Licht für sieben neue Stellen – 11 000 Schüler- und Lehrer-Endgeräte sollen ab 2021 zum Einsatz kommen.

Manchmal muss es schnell gehen: Dank des entsprechenden Kreistagsbeschlusses kann die Verwaltung des Landkreises fünf neue Stellen zum Aufbau eines EDV-Teams zur Betreuung der Kreisschulen plus eine zusätzliche Stelle in der Schulverwaltung schaffen. „Es ist mir selbst sehr unangenehm. Aber wir sind erst im Laufe des Morgens darüber informiert worden.“ Deshalb, so Landrat Sören Meng, hatte man den Änderungsvorschlag Nr. 7 zur Änderung des Stellenplans für den Kreishaushalt 2021 erst wenige Stunden vor der Sitzung in der Gebläsehalle zur Tagesordnung hinzufügen können. Warum die Eile? In einer Besprechung mit dem Bildungsministerium, den anderen Landkreisen sowie dem Regionalverband war man übereingekommen, „die gesamte Entwicklung im Bereich der Digitalisierung an unseren Schulen möglichst schnell und umfassend“ umzusetzen.

So will man neben der ursprünglichen Planung im Rahmen des Digitalpaktes zeitnah eine digitale Medienausleihe von Land und kommunalen Trägern schrittweise umsetzen. Für den Landkreis Neunkirchen bedeutet dies, zusätzlich zu allen anderen Aufgaben im IT-Bereich rund 10 000 Schüler-Endgeräte zu beschaffen, zu administrieren und zu verwalten. Gleiches gilt für rund 1000 Lehrer-Endgeräte, die einen weiteren Mehraufwand samt zugehörigem Support generieren.

Außerdem wurde neben der Einführung eines digitalen Identitätsmanagementsystems für alle Schüler auch das Thema interkommunale Zusammenarbeit für die Digitalisierung an den Grundschulen in Aussicht gestellt. Dies führt ebenfalls zu einem personellen Mehrbedarf. „Zudem wird im Rahmen des Digitalpaktes eine technische Infrastruktur an unseren Schulen aufgebaut, die durch den Landkreis als Schulträger verwaltet werden muss“, für die es aber aktuell noch keine personellen Ressourcen gibt. Insofern sei eine zusätzliche Verwaltungskraft unabdingbar. Die Notwendigkeit sahen auch die Ratsmitglieder. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, signalisierte CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Brüßel Zustimmung, „das gilt auch für die SPD-Fraktion“. Letztlich stimmten alle anwesenden Kreistagsmitglieder für die vorgeschlagene personelle Aufstockung. Für die sich daraus ergebenden Gesamtkosten rechne man mit einer relativ hohen Deckungsquote, äußerte Meng. Sowohl vom Bund als auch der Landesregierung werden entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt. Die Zusage für eine Kostenerstattung liegt als Entwurf vor, bestätigte Alexandra Wagner, Leiterin des Personalamts.