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Maximilian-Kolbe-Schule in Wiebelskirchen verteilt Spenden an drei Organisationen

Schule sammelt 39 000 Euro Spendengeld : Die Pizza haben sich die Fünftklässler verdient

Die Maximilian-Kolbe-Schule in Wiebelskirchen verteilt Spenden an drei Organisationen: Ronald-McDonald-Haus, Aids-Waisen-Projekt im Kongo, Wiwo-Schulprojekt in Uganda. Bei der Feier in der Turnhalle gab es viel Lob und einen kleinen Seitenhieb.

Die Kinder der 5.1 reißen die Arme hoch. Ein Jubelschrei im hinteren Teil der Turnhalle, während alle anderen im Saal kräftig applaudieren. Mädchen klatschen begeistert miteinander ab. Sie können es kaum fassen. Die Stimmung ist super. Es sei „eine richtige Hausnummer“, was die Klasse an Geld zusammengetragen hat, erklärt Caroline Dietrich vorne am Rednerpult. Beim Spendenmarathon der Maximilian-Kolbe-Schule in Wiebelskirchen hat die 5.1 das beste Einzelergebnis erzielt mit 1120 Euro. Dafür gibt es nach den Ferien Pizza für die jungen Schülerinnen und Schüler, verspricht die Lehrerin. Die wird dann von einer sechsten Klasse verdrückt.

Die Solidaritätsaktion an der Kolbe-Schule hat Tradition. Und in diesem Jahr, das unter Pandemiebedingungen nicht unbedingt für eine Spitzensumme prädestiniert schien, hat die Schule das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Sammlungen erzielt. Stolze 39 064 Euro sind zusammengekommen. Getoppt wurde dies nur 2002 mit einer Gesamtsumme von über 54 000 Euro. Damals sorgte die Oderflut für eine enorme Spendenbereitschaft. Insgesamt wurden während  der 20 Durchläufe 476 931 Euro gesammelt. 

Diesmal also 39 064 Euro. Schüler halten die Zahl auf großen Plakaten in die Höhe, nachdem Lehrerin Dietrich das Geheimnis gelüftet hat. Auch dafür gibt es kräftigen Beifall.

20. Marathon

Schulleiter Walter Meiser geht an einem seiner letzten Arbeitstage gelöst ans Mikro. Er sei nun 15 Jahre an der Schule, acht Spendenmarathons hat er begleitet. Für die Sammelleidenschaft seiner Schülerinnen und Schüler habe er allergrößten Respekt, äußert der Fast-Pensionär. Jedes Jahr im Februar/März verteilt die Schule zwischen 6000 und 8000 Euro aus Benefizveranstaltungen, kurz vor den Sommerferien alle zwei Jahre dann der große Marathon. Es sei der 20. in 39 Jahren, erläutert Meiser. Sein Vorvorgänger Paul Diehl habe den Hungermarsch ins Leben gerufen. Bei jedem Wetter gab es den seinerzeit, die zusammengetragenen Summen wuchsen über die Zeit deutlich an. Auch schon Tradition hat es, das Geld an drei Organisationen zu verteilen. Genauso wie es üblich sei, erläutert Meiser, einen Schirmherrn aus Politik und Gesellschaft an Bord zu nehmen. In diesem Jahr ist dies Landrat Sören Meng. Auch einen Bischof hätte die katholische Schule gerne einmal für dieses Ehrenamt an Bord gehabt. Warum das nicht geklappt habe, bringt der scheidende Schulleiter seine Kritik an, könne er auch nicht beantworten.

Drei Projekte bekommen Geld

Je 13 000 Euro nehmen in der Wiebelskircher Schulturnhalle Tanja Meiser für das Ronald-McDonald-Haus, Pfarrer in Rente Horst Holzer für das Aids-Waisen-Projekt im Kongo und Björn Del Togno für das Wiwo-Schulprojekt in Uganda entgegen. Alle drei erläuterten den rund 200 Kindern in der Halle, was mit dem Geld geschieht, das sie in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen haben. Schirmherr Meng erläuterte, dass neben der Aktion-Palca-Sammelaktion des Illtal-Gymnasiums der Wiebelskircher Max-Kolbe-Spendenmarathon das zweite riesige Projekt im Kreis sei. Es sei wunderschön, was die Schülerinnen und Schüler über die Jahre leisteten.

Der 5.1 hat die größte Spendensumme eingesammelt. Es gab diesmal beim Geldeinsammeln unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ auch noch eine weitere Disziplin: die Pennylane. Grundschule und Gemeinschaftsschule haben beide Münzgeld gesammelt. Es wurden 190 Kilogramm. Auch hier gibt es einen ersten Platz. Die 2.2 hat es auf 38,5 Kilogramm gebracht. Dafür gibt es Tassen und Süßes. Und einen riesen Applaus von der Schulgemeinschaft.