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Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies zu katholischen Pfarramt

Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies : So wird aus dem Pfarramt ein Wohnhaus

Der Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies simmt baurechtlichem Verfahren ohne Bedenken zu.

Das ehemalige Pfarramt der Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in der Pastor-Seibert-Straße in Hangard wird von der Kirche nicht mehr benötigt. Das Bistum will das denkmalgeschützte Gebäude deshalb veräußern, damit es als Wohnhaus genutzt werden kann. Um das für den künftigen Nutzer baurechtlich abzusichern, wird eine erste Teiländerung des Bebauungsplans „Kirchhofswiesen“ notwendig. Der ist seit 20 Jahren rechtskräftig und die 1500 Quadratmeter große Fläche mit der Immobilie, um die es geht, ist darin als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen, wie es im Baurecht heißt. Der Begriff besagt, dass diese Fläche für eine Nutzung durch die Allgemeinheit vorgesehen ist. Wenn das Areal aber zu Wohnzwecken genutzt wird, muss sie in eine Wohnbaufläche umgewandelt werden und das geht nur durch eine Änderung des aktuellen Bebauungsplans. „Die Kirche hat die Einleitung des Verfahrens beantragt“, erklärte Stadtplaner Jörg Leininger, als er das Vorhaben am Dienstag im Ortsrat Wiebelskirchen-Hangard-Münchwies vorstellte, „und das werden wir jetzt machen“. Die Änderung soll im so genannten beschleunigten Verfahren erfolgen, bei der auf eine Umweltprüfung und somit auf einen Umweltbericht verzichtet werden kann, erklärte Leininger. Der Ortsrat hat dem Vorhaben ohne Bedenken zugestimmt. Nichts Neues gab es zur kommunalen Partnerschaft zwischen Hangard und Enchenberg zu berichten, die in jeder Ortsratssitzung auf der Tagesordnung steht. Aufgrund der Pandemiesituation lägen derzeit nahezu alle Aktivitäten auf Eis, erklärte SPD-Ortsrat Engelbert Ruffing als einer der Verantwortlichen im Hangarder Partnerschaftsausschuss. Der werde in der nächsten Woche zusammenkommen und besprechen, wie es weitergeht, kündigte Ruffing an. Anstelle von Ortsvorsteher Rolf Altpeter (SPD), der Urlaub macht, brachte Stellvertreterin und Parteifreundin Eva Hans die Sitzung im Kulturhaus problemlos über die Bühne.