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Stadtrat Neunkirchen stimmt für Buslinie zur Uni in Saarbrücken.

Stadtrat Neunkirchen : Auf direktem Weg von der City zur Uni

Mit breiter Zustimmung hat der Stadtrat Neunkirchen für eine neue Buslinie gestimmt, die ab Januar direkt von Neunkirchen zur Uni in Saarbrücken fährt. Und noch eine Neuerung verspricht eine Verbesserung im ÖPNV.

Wer in Neunkirchen lebt und in Saarbrücken studiert, spricht zurecht von einem Abenteuer, wenn es darum geht, mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zur Uni zu gelangen. Ab Januar, so hat es der Neunkircher Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, wird sich das ändern. Dann fährt die Linie 320 als Schnellverkehr vom Hauptbahnhof Neunkirchen über die Haltestellen Stummdenkmal, Oberer Markt und Scheib ohne weiteren Umstieg in nur 40 Minuten zur Universität des Saarlandes in Saarbrücken. An der Uni gab es, laut Statistischem Landesamt, im Wintersemester 2019/2020 insgesamt 903 Studierende, die im Kreis Neunkirchen einen Wohnsitz haben. Die Fahrten sollen täglich, angepasst an die Vorlesungszeiten, durchgeführt werden.

Dem Vorschlag der FDP, die neue NVG-Linie zunächst auf den Zeitraum eines halben Jahres zu begrenzen und dann, sollten die Fahrgastzahlen stimmen, zu verlängern, schloss sich kein Stadtratsmitglied an. Allein schon wegen der Tatsache, dass derzeit viele Vorlesungen online stattfinden, würden nach nur einem halben Jahr keine verlässlichen Zahlen vorliegen, merkte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Baldauf an. Sinnvoller sei es, nach einem Jahr eine Evaluierung durchzuführen. Dem stimmte Karl Albert (CDU) zu. Eine Auswertung sei erst nach einem Jahr sinnvoll. Selten seien 68 000 Euro – das sind die jährlich Kosten für die neue Buslinie – so gut investiert worden, merkte Christoph Schaufert (AfD) an. Die neue Linie müsse sich erst einmal etablieren, es müsse sich auch unter den Studenten rumsprechen, dass es eine gute Anbindung von Neunkirchen zur Uni gibt, merkte Schaufert an. Daher solle man die Linie über das geplante Jahr hinaus laufen lassen. Mit einer Enthaltung stimmte der Rat für die Einführung des NVG-Uni-Direkt-Shuttles, das im Januar erstmals fahren soll und zunächst bis zum 31. Januar 2023 genehmigt ist.

Und noch eine Neuerung im ÖPNV hat der Stadtrat beschlossen: mehr Busfahrten an Sonn- und Feiertagen. Die NVG hat einen Fahrplan ausgearbeitet, mit dem die Bedienungslücke vor 12.30 Uhr beziehungsweise 13 Uhr an Sonn- und Feiertagen auf den Linien 304, 305 und 312 gefüllt werden soll. Betroffen sind die Stadtteile Wellesweiler, Wiebelskirchen, Hangard, Furpach, Kohlhof und Neunkirchen-Mitte (Zoo) sowie das Ostertal. Durch die Einführung von 20 Fahrten zwischen 8 Uhr und 12 Uhr sind diese Stadtteile im Stundentakt an Neunkirchen angebunden, wo unter anderem am Stummdenkmal die Möglichkeit besteht, in andere Linien umzusteigen. Ausgehend von 63 Sonn- und Feiertagen im Jahr 2022 bedeutet dies Kosten in Höhe von 53 000 Euro für die Stadtverwaltung.

Beschlossen auch, nachdem es bereits in den jeweiligen Ortsräten besprochen wurde (wir haben berichtet): die Einführung von Baumgräbern auf den Friedhöfen Kohlhof, Ludwigsthal, Frankenfeldfriedhof, Hangard und Münchwies. Bislang werden diese auf dem Zentralfriedhof Furpach, dem Friedhof Wiebelskirchen und dem Friedhof Wellesweiler angeboten und stark nachgefragt. So fanden vom 1. Juni bis zum 15. November dieses Jahres auf dem Zentralfriedhof insgesamt 170 Bestattungen statt, wovon 46 Baumbestattungen waren, auf dem Friedhof Wiebelskirchen fanden 45 Bestattungen statt, davon waren neun Baumbestattungen und auf dem Friedhof in Wellesweiler 22 Bestattungen, davon zehn Baumbestattungen.

Weitere Themen in der Sitzung des Stadtrates waren der Demografiebericht sowie die Vorstellung des Brandschutzbedarfsplans.