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Zoo Neunkirchen: Auch dank Tieretausch viel Nachwuchs

Es ist ein ewiges Kommen und Gehen : Im Neunkircher Zoo ist Partnertausch angesagt – viel Nachwuchs (mit Bildergalerie)

Über den Tiertausch sind wir froh“, sagt Zoodirektor Norbert Fritsch. Ob Bock, Ziege oder Orang-Utan: Das sind die neuen Jung-Stars im Zoo.

Es ist ein ewiges Kommen und Gehen. Nachdem Anfang des Jahres die Tier-Transporte des Neunkircher Zoos coronabedingt eher gedämpft abliefen – da wurde höchstens mal was gebracht und auch ein Yak wurde abgeholt – waren diese und die vergangene Woche einige Tiere on Tour. Die Tierpfleger Ivan Fritschle und Lothar Schmidt beispielsweise waren in Berlin, mit an Bord: die Fidschileguan-Dame. Diese besondere nur auf den Inseln vorkommende Art hat sich schon im Zoo vermehrt. Jetzt sollte frisches Blut her – deshalb gab’s einen Frauentausch mit Berlin. Noch in Quarantäne sitzt ein neuer Rothund. Er wird der fünfte im Bunde werden und kommt frisch aus dem Zoo Magdeburg.

Ouessant-Schaf-Bock aus Kleve

Gerade zurück von einer Tour ist Zoodirektor Norbert Fritsch persönlich. „Ich hatte das Gefühl, ich muss auch mal raus und wieder Kontakt zu anderen Zoos haben“, sagt er im Gespräch mit der SZ. „Die ganze Zeit lief ja alles nur online.“ Gesagt, getan. Gemeinsam mit seinem Freund, der auch immer bei der Neuansiedlung von Schwänen zur Stelle war, hat sich Fritsch auf den Weg gemacht. In einer großen Tüte mit Sauerstroffspritze sicher im Styroporkasten verwahrt reiste ein Nasendoktorfisch mit. Das 20 Zentimeter große Tier stammt aus der Auffangstation und wurde in den Aquazoo Düsseldorf weitervermittelt. „Die haben sich sehr gefreut“, sagt Fritsch. Von da ging es weiter nach Krefeld. Drei Thüringer Waldziegen-Mädchen finden hier ihre neue Heimat. Dort will man nämlich verstärkt diese Geißenrasse züchten. Letzte Station: Kleve. Aus dem dortigen Tierpark für Haus- und Nutztiere stieg ein junger Ouessant-Bock ein. Der junge Mann ist klein und schwarzhaarig und in diesem Jahr geboren. Er wird künftig die Schaf-Damen im Neunkircher Zoo froh machen.

Gegen Inzuchtdepression

„Über den Tiertausch sind wir froh“, sagt Fritsch. Das müsse auch gepflegt werden, damit keine Inzuchtdepressionen entstehen. Von Inzuchtdepression spricht man, wenn die Tiere durch zu häufige Vermehrung innerhalb der eigenen Familie krankheitsanfälliger werden.

Gleich zwei Orang-Utan-Babys

Was die Nachzuchten im Zoo anbelangt, kann der Zoodirektor auf SZ-Anfrage nur sagen: „Läuft.“ Und zwar extrem gut in diesem Jahr. „Geißen kommen immer noch welche.“ Besonders stolz ist der Zoo aber auf seine beiden Orang-Utan-Babys (am 7. Januar und am 31. Mai). Und auch der erste Jungfernkranich (geschlüpft 13. Juni) macht Fritsch immer noch froh. Die Liste ist lang, Obertierpfleger Dirk Backes hat sie im Blick.

Jede Menge Nachwuchs

Stolze 13 Thüringer Waldziegen und zehn Zwergziegen kamen in diesem Jahr bisher zur Welt. Vier Karakulschafe und zwei Ouessantschafe, zehn Sikahirsche, zwei Bennett-Kängurus sowie fünf Hirschziegenantilopen wurden geboren. Am 17. Juni erblickte ein Palawan-Stachelschwein das Licht der Welt und am 26. Juni ein Fanaloka. Auch bei den gefiederten Zootieren ist nicht nur der Jungfernkranich geschlüpft. Mehrere Küken gab es bei der Hühnerrasse Ayam Cemani und den Wellensittichen. Zwei Vögel schlüpften bei den Chinasittichen. Am 21. Mai erblickte ein Emu das Licht der Welt, am 9. Juli ein Palawan Pfaufasan.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Zugänge und Geburten im Zoo Neunkirchen