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Freie Bauplätze sind in Ottweiler Mangelware

Stadtrat Ottweiler : Freie Bauplätze sind in Ottweiler Mangelware

Stadtrat hatte am Donnerstag über eine Änderung im Bebauungsplan zu befinden. Neue Baugebiete lassen sich derzeit kaum realisieren.

Wer in Ottweiler und seinen Stadtteilen gerne bauen möchte, hat schlechte Karten. Natürlich gebe es „in allen Dörfern und Ottweiler selbst Innenbereichsflächen und Randgebiete“, die als Baugebiete taugten, sagt Gerhard Schmidt, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung. Aber es sei sehr schwierig, private Grundstücksbesitzer für ein Baugebiet ins Boot zu bekommen. Aktuell wisse er lediglich von einem freien Bauplatz in Lautenbach oberhalb der Freiwilligen Feuerwehr. Zudem trage sich die Betzelhübel GmbH mit dem Gedanken einer Erweiterung.

Neubaugebiet in Steinbach

Ein künftiges Wohngebiet war am Donnerstagabend Thema im Stadtrat Ottweiler. Es ging dabei um das Gebiet „Am Kirschbaum“ in Steinbach. Dort gibt es zwölf Grundstücke. Sie sind nach Auskunft von Amtsleiter Schmidt alle verkauft. Im Bebauungsplan ist eine kleine Änderung notwendig geworden. Die Erschließungsstraße wird um anderthalb Meter nach Südosten verschoben, damit das Gelände mit einer 1,5 Meter breiten Böschung modeliert werden kann. Der Stadtrat hatte dagegen keine Einwände und auch keinen Redebedarf. Die Änderung ging ohne weitere Wortmeldungen durch.

Probleme bei Schul-Digitalisierung

Bürgermeister Holger Schäfer (CDU) erläuterte im Rat, der Förderbescheid für LED-Leuchten in der Bahnhofstraße liege jetzt vor. Daneben ging er auf den Digitalpakt Schule ein. Ein Problem hat die Verwaltung in diesem Zusammenhang. Die Stadt sei davon ausgegangen, sagte der Verwaltungschef, dass nicht nur kabellose sowie kabelgebundene Nutzung von Tablets und Co. gefördert würden, sondern auch die dazu notwendigen Stromkabel. Denn die vorhandenen Leitungen seien teils aus den 70er Jahren, die Grundschulen brauchen für die Digitalisierung stärkere Leitungen. Die seien aber nicht förderfähig. Die Stadt versuche nun beim Innenministerium Geld loszueisen, um die Verkabelung kostengünstig hinzubekommen.

Eine Nachfrage aus dem Rat kam auch zur Freibadsaison. Die Saison war schlecht. Holger Schäfer erklärte, im Ludwig-Jahn-Bad seien in diesem Jahr 10 336 Badegäste gezählt worden. Wenig verwunderlich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und einem kühlen, verregneten Sommer.