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FSG Ottweiler-Steinbach erwartet in Saarlandliga Borussia Neunkirchen

Fußball-Saarlandliga : Derby-Zeit auf der Steinbacher Trift

Die FSG Ottweiler-Steinbach empfängt am Samstag Borussia Neunkirchern zum Kreis-Derby. Während die Gastgeber ihre Sieglos-Serie beenden wollen, möchte die Borussia ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen.

Wenn sich am Samstag um 16 Uhr im Kreisderby der Fußball-Saarlandliga die FSG Ottweiler-Steinbach und Borussia Neunkirchen im Stadion auf der Steinbacher Trift gegenüberstehen, dann ist das auch das Duell zweier Tabellennachbarn. Die Gastgeber haben neun Punkte auf dem Konto, sind nach zuletzt drei Niederlagen in Folge aber auf Platz sieben zurückgefallen. Die Borussia hat sich derweil mit dem 2:1-Sieg über den Tabellenzweiten Saar 05 Saarbrücken am letzten Wochenende auf Platz acht vorgeschoben (acht Punkte).

Der Steinbacher Trainer Boris Becker ist momentan nicht ausschließlich als sportlicher Übungsleiter gefragt. Ein Trainer sei auch immer ein bisschen als Psychologe gefordert, unterstreicht der 36-Jährige: „Und nach einem solchen Spiel ist es wichtig, dass wir die Mannschaft psychologisch unterstützen. Draufhauen bringt da nicht viel.“ Mit „einem solchen Spiel“ meint Becker die 2:4-Heimniederlage der FSG am vergangenen Sonntag gegen den SV Bliesmengen-Bolchen, nach der seine Spieler mit hängenden Köpfen vom Platz geschlichen waren. Der Steinbacher Übungsleiter ist sich aber sicher, dass die Niederlage bis zum Wochenende aus den Köpfen draußen ist. „Wir haben das Spiel am Montag im Training sachlich angesprochen, wir werden im Laufe der Woche noch eine Videoanalyse vornehmen und dann muss es auch wieder nach vorne gehen“, fordert der FSG-Coach.

Becker weiß natürlich um die Schwere der Aufgabe gegen die Mannschaft aus dem Ellenfeld, die nach durchwachsenem Saisonstart zuletzt immer besser ins Rollen gekommen ist. „Aber wir wissen auch, dass wir mal wieder Punkte brauchen, um endlich von den neun Zählern weg zu kommen“, macht Becker ebenso deutlich.

Mit seinem verlängerten Arm und Abwehrchef Matthias Stumpf, der sich im Spiel gegen Bliesmengen erneut verletzt hat, wird ihm ein wichtiger Mann fehlen, dafür kehrt möglicherweise Lukas Hainer nach seiner Oberschenkelverletzung zurück ins Team.

Beckers Neunkircher Trainerkollege Björn Klos sieht seine Mannschaft nach einem recht holprigen Auftakt auf einem guten Weg. „Uns war von Anfang an klar, dass es aufgrund unserer engen Personalsituation nicht gleich wie geschmiert laufen wird“, relativiert Klos den Stotterstart mit fünf Punkten aus den ersten fünf Spielen. Aber seine Mannschaft habe schon bei der 1:3-Niederlage gegen Spitzenreiter SV Auersmacher einen Aufwärtstrend erkennen lassen. „Und gegen Saar 05 haben wir diesen Weg bestätigt“, sagt Klos. Der Weg nach oben soll nun auch am Sonntag in Steinbach weitergeführt werden, „zumal wir nach der Partie gegen Ottweiler drei Heimspiele hintereinander – und damit die große Chance haben, uns oben festzusetzen“, blickt der Borussen-Trainer schon über den Samstag hinaus.

Klos geht allerdings nicht davon aus, dass auf der Trift eine leichte Aufgabe auf ihn und seine Mannschaft wartet – auch wenn die Gastgeber gerade einen Durchhänger haben. „Ich weiß schon, was Steinbach zu leisten imstande ist“, sagt der 37-Jährige, „aber ich hoffe, dass wir unseren Lauf fortsetzen können“.

 Boris Becker (links), Trainer der FSG Ottweiler-Steinbach, will mit seiner Mannschaft in der Fußball-Saarlandliga endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Borussia aus Neunkirchen um Trainer Björn Klos (rechts) dürfte am Samstag im Steinbacher Stadion auf der Trift etwas dagegen haben.
Boris Becker (links), Trainer der FSG Ottweiler-Steinbach, will mit seiner Mannschaft in der Fußball-Saarlandliga endlich wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Borussia aus Neunkirchen um Trainer Björn Klos (rechts) dürfte am Samstag im Steinbacher Stadion auf der Trift etwas dagegen haben. Foto: B&K/Bonenberger / B&K

Ob die Borussen ihre zwei neuen US-Spieler – die Neuzugänge Joey Perryman und Tim Ugo – einsetzen können, war Mitte der Woche noch nicht klar. Das hänge jetzt vom Eingang der Spielberechtigung ab, erklärt der Trainer. „Aber wir haben auch ansonsten auf jeden Fall einen Kader, der konkurrenzfähig ist.“ Noch nicht auf dem Feld stehen wird definitiv Borussia-Rückkehrer Nyger Hunter. Der Offensivspieler, der zuletzt mehrere Probetrainings in Israel absolvierte, muss sich in Deutschland erstmal in Quarantäne begeben.