Ortsrat diskutiert : Steinbach wartet auf neuen Dorfplatz

Umgestaltung geht nur schleppend voran. Ortsrat beschließt Investitionsprogramm.

Ob am Kirschbaum oder am Geisbaum – der Bedarf an Baugrundstücken in Steinbach ist vorhanden. Für das Wohngebiet „Am Kirschbaum“, wo 14 Baugrundstücke geschaffen wurden, sind die baurechtlichen Schritte weitgehend abgeschlossen. Schon im Mai war dort der symbolische erste Spatenstich vorgenommen worden. Allerdings wurde nachträglich eine Teiländerung des Bebauungsplans erforderlich, weil die Erschließungsstraße aufgrund der Topografie geringfügig verschoben werden musste. Die übrigen Festsetzungen des Bebauungsplans blieben aber unverändert, heißt es in der Sitzungsvorlage des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt, die am Montag dem Ortsrat Steinbach zur Beratung zur Verfügung stand. Auch durch die erneute Offenlage haben sich keine wesentlichen Änderungen in der Planung ergeben, und deshalb gab es für den Ortsrat auch keine Bedenken, dem Entwurf des geänderten Bebauungsplans zuzustimmen.

Auch für eine „Wohnbebauung Am Geisbaum“ hatte der Stadtrat schon Mitte Juli die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Dessen Geltungsbereich hat sich seither aber verkleinert und umfasst danach nur noch zwei unbebaute Grundstücke. Dort soll demnächst ein Wohnhaus entstehen und hierzu werden mit dem Bebauungsplan die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, wie es Christoph Hassel, der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Umwelt, in der Sitzung im Schlosstheater erläuterte. Der Ortsrat hatte keine Einwände und hat deshalb die Aufstellung eines Bebauungsplans sowie die nächsten baurechtlichen Schritte einstimmig beschlossen.

Ohne Gegenstimmen hat der Ortsrat sowohl das Investitionsprogramm der Stadt bis 2025 als auch das Investitionsprogramm des Abwasserwerks angenommen, jedoch nicht ohne kritische Anmerkungen.

Ortsvorsteher Fabian Scheidhauer von der SPD ging zunächst auf einige wesentliche Ansätze für Steinbach ein, erwähnte beispielsweise 30 000 Euro für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses, 50 000 Euro als ersten Teilbetrag für ein weiteres Feuerwehr-Einsatzfahrzeug in den nächsten Jahren oder 80 000 Euro für den Ankauf von Bauruinen im Ort. Er bedauerte aber den geringen Ansatz für die Spielplätze von lediglich 1000 Euro, „doch damit kommt man bei Spielgeräten nicht sehr weit“. Was die Umgestaltung des Dorfplatzes im Zuge der Dorfentwicklung angeht, „liegt der Spielball momentan bei der Verwaltung“.

Da hakte auch SPD-Ortsrat Knut Franzisky ein. Er erinnerte an einen Ortstermin mit Ortsvorsteher und Verwaltung auf dem Dorfplatz vor zwölf Monaten, „und seither warten wir“.

Es war aber nicht die einzige Kritik des Fraktionssprechers. Aus mehreren Maßnahmen für Steinbach im Investitionsprogramm 2020 sei bisher lediglich die Anschaffung einer Industriespülmaschine für die Mehrzweckhalle verwirklicht worden, monierte Franzisky, „und das ist sehr enttäuschend“. Die SPD-Fraktion erwarte, dass auch die übrigen beschlossenen Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden, machte ihr Sprecher eine klare Ansage. Dem schloss sich auch CDU-Sprecher Jörg Herrmann an und Horst Illy von der WuSB (Wählerinitiative unabhängiger Steinbacher Bürger) will ebenfalls Aufklärung, wann die fehlenden Projekte umgesetzt werden.

Gute Nachricht des Ortsvorstehers zum Schluss: Fabian Scheidhauer informierte, dass der Auftrag für den Einbau eines Ballfangzauns am Sportplatz vergeben wurde.