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OTW-Ansturm: Tausende wollen das alte Auto-Kennzeichen

Ein früherer Antrag könnte sich lohnen : Riesiger Ansturm – Tausende wollen das alte Autokennzeichen OTW

Der Termin steht: Ab 18. Oktober ist bei der Kfz-Stelle des Landkreises das Wunschkennzeichen OTW zu haben. Das Interesse ist groß! Warum es sich lohnt, den Antrag schon zwei Wochen vorher zu stellen.

Noch dauert es eine Weile, bis die ersten Autos und Motorräder mit dem wieder zugelassenen Kennzeichen OTW über die Straßen brausen. Denn Stichtag ist der 18. Oktober. Ab dann gibt die Kfz-Stelle des Landkreises Neunkirchen die neuen Wunschkennzeichen heraus.

Doch bereits zwei Wochen zuvor können Interessenten dieses beantragen. Dann brauche es immer noch eine Weile, bis es am Fahrzeug prangt. Denn eine Ummeldung dauere länger als eine Neuanmeldung, heißt es dazu aus der Verwaltung.

Das Interesse an dem vor knapp 50 Jahren eingemotteten Kennzeichen des ehemaligen Landkreises Ottweiler scheint indes enorm. Denn obwohl die Vorbereitungen sowohl technisch als auch personell noch laufen, hätten sich bereits zahlreiche Bürger beim Amt gemeldet. Etwa 5000 Interessenten sollen es sein.

Einer, der unter jenen ist, die wieder mit OTW durch die Lande fahren wollen, ist Markus Schley von der Ottweiler CDU. Seine Partei habe sich schon vor Jahren dafür stark gemacht. Damals mit wenig Aussicht auf Erfolg, berichtet er. Neunkirchens Landrat Sören Meng (SPD), kein heißer Befürworter zweier Kennzeichen in einem Landkreis, sagt warum: Damals sei es darum gegangen, das OTW-Schild ausschließlich jenen zu ermöglichen, die ihren Wohnsitz in Ottweiler haben. Das klappte rechtlich nicht. Nun aber kann jeder OTW haben, der im Landkreis Neunkirchen zuhause ist.

Das Bundesverkehrsministerium hatte im August einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Widersprüche gab es weder vom Landkreis noch aus der zuständigen Landesbehörde Saar-Verkehrsministerium. Entsprechende Informationen gingen sogleich an die KfZ-Stellen im ganzen Land. Ottweilers Bürgermeister Holger Schäfer (CDU) und der Illinger Bundestagsabgeordnete Christian Petry (SPD) begrüßten umgehend die Entscheidung.