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Sanierung der Hallen in Ottweiler ist abgeschlossen

Seit 2013 gesperrt : Ottweiler Hallen nach Jahren wieder offen

„Das war ein Megaprojekt für Ottweiler“, erklärte Bürgermeister Holger Schäfer bei der Einweihung der beiden städtischen Sporthallen Im Alten Weiher. Acht Jahre wurden sie grundlegend saniert. Die Kosten stiegen deutlich höher als gedacht.

Wenn gleich zwei kommunale Veranstaltungsstätten wegen ihres schlechten Bauzustandes acht Jahre lang nicht genutzt werden konnten, dann ist die Einweihung nach dieser Zeit ein besonderer Anlass. So war es am Mittwoch in Ottweiler, als die beiden städtischen Hallen an der Sportanlage Im Alten Weiher nach grundlegender Sanierung ihrer Bestimmung übergeben wurden. Beide Hallen waren seit 2013 gesperrt. Eine Woche nach der feierlichen Einweihung des historischen Bahnhofsgebäudes mit neuer Zweckbestimmung war es die zweite wichtige Maßnahme im Zuge der städtebaulichen Weiterentwicklung der Stadt Ottweiler.

Eine der Hallen mit überarbeitetem Holzboden und modernen Sanitärräumen wird ausschließlich sportlich genutzt, in der Halle daneben finden vorwiegend öffentliche Veranstaltungen statt. Hier ist aber auch der Tischfußballclub Ottweiler zu Hause, und es wurde dort schon vor Längerem das saarländische Leistungszentrum für Tischfußball eingerichtet. Die Ottweiler Sportler, die die neugestalteten Hallen im Alten Weiher nutzen, sind offensichtlich hoch zufrieden. „Wir finden hier jetzt ideale Bedingungen vor“, brachte stellvertretend Hans-Georg Merboth als Abteilungsleiter der Hobbyspieler im Badmintonclub Ottweiler seine Begeisterung zum Ausdruck, „und sind richtig happy“.

Im Frühjahr 2018 war mit den Arbeiten begonnen worden, nachdem alle baurechtlichen und finanziellen Fragen geklärt waren. Nach dreijähriger Bauzeit wurden die Arbeiten vor wenigen Wochen beendet.

„Für uns in Ottweiler war das ein Megaprojekt“, machte Bürgermeister Holger Schäfer deutlich, als er am Mittwochmittag in gleißender Sonne viele Kommunalpolitiker, Mitarbeiter seiner Verwaltung, Vertreter der bauausführenden Firmen und auch etliche Sportler als Hallennutzer am Alten Weiher begrüßen konnte. Sie hatten alle hinreichend Platz auf der Tribüne, die ebenfalls neu errichtet wurde.

Auch Innen- und Sportminister Klaus Bouillon und Landrat Sören Meng saßen dazwischen. Schäfer ging auf die Chronologie ein, erwähnte, dass der gesamte Sport- und Veranstaltungsbetrieb acht Jahre lang in andere Hallen verlagert werden musste, und das habe von der Vereinswelt viel Flexibilität erfordert. „Aber wir haben es gemeinsam hingekriegt“, freute sich der Rathauschef. Das gelte auch für die Finanzierung, betonte Schäfer, denn es sei „relativ schnell klar geworden, dass die Sanierung ohne öffentliche Förderung nicht machbar“ war.

Immerhin ging es um Gesamtkosten von 2,3 Millionen Euro, und das waren gleich 55 Prozent mehr als ursprünglich veranschlagt. Der Bürgermeister nannte den Grund: „Es wurden immer wieder Schäden an der Bausubstanz entdeckt, die vorher nicht bekannt waren“ erklärte Schäfer, „und das führte zu der Verteuerung“.

Aber der Sportminister sowie die Wirtschafts- und Verkehrsministerin ließen die Stadt Ottweiler nicht im Regen stehen, sondern gewährten Zuschüsse aus dem Topf der Städtebauförderung und für die energetische Sanierung. „Es war mir eine Ehre, diese Sache zu begleiten“, hob Bouillon hervor, „denn es ist schließlich unsere Aufgabe, solche Dinge voranzutreiben“.

Der Ottweiler Bürgermeister dankte Bouillon ausdrücklich für sein Entgegenkommen, sich auch an den Mehrkosten zu beteiligen. Minister, Bürgermeister und Sportler griffen danach zur Schere, um mit dem symbolischen Banddurchschnitt die neuen Hallen offiziell freizugeben.