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So war noch nix 1847 Ottweiler Löffelgarde des "So war noch nix" grillt für guten Zweck - Ottweiler beteiligen sich mit großem Engagement - Spendensumme: rund 2000 Euro

Unwetterkatastrophe : Große Resonanz bei Flutspenden-Aktion

Der Karnevalsverein „So war noch nix 1847 Ottweiler“ hat mit Unterstützung aus dem Ort eine große Spendenaktion für die Opfer der Unwetterkatastrophe unternommen.

Die schrecklichen Bilder aus den Überschwemmungsgebieten in unserem Nachbarland Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen lassen niemanden kalt. So entschied sich der „So war noch nix 1847 Ottweiler“: Auch Fastnachter müssen helfen, wenigstens einen kleinen Beitrag leisten, um den Opfern eine Perspektive zu bieten.Die Löffelgarde nahm die Aktion in die Hand: Grillen, um Geld einzunehmen, das den Menschen in den betroffenen Gebieten bereitgestellt wird. Und die Unterstützung der Ottweiler am vergangenen Samstag war phänomenal.

Mit solch großer Resonanz hatte die Schutztruppe des Prinzen Karneval nicht gerechnet, so dass Grilladen noch währenddessen nachgeordert werden mussten. Die Menschen kamen zuhauf vor die Gaststätte Blaschdaschisser, um sich an der Hilfsaktion zu beteiligen. Bäckerei Schaefer und Metzgerei Schüller hatten die Waren gestiftet, die die Mitglieder der Löffelgarde für den guten Zweck verkauften.

Zusätzlich füllten sich die separat aufgestellten Spendenkisten. Unter anderem beteiligten sich Blaschdaschisser-Wirtin Gabi Schöbel, Eisdielen-Inhaber Luciano Di Bartolomeo (La Passione del Gelato), der Fanfarenzug 1961 Ottweiler und Thomas Stutz (Onkel Toms Hütte) mit zusätzlichen Spenden. Jan-Digitaldruck stiftete die Plakate, um auf den karitativen Grillnachmittag in der Altstadt aufmerksam zu machen. Bundestagsabgeordneter Christian Petry (SPD) sowie Ralf Georgi, Linken-Parlamentarier im Saar-Landtag, waren ebenso dabei. Viele ungenannte Einzelspender steckten Geld in die Boxen. Viele Vereinsmitglieder säumten den Platz und schoben Bares durch den Bücchsenschlitz. So kamen rund 2000 Euro zusammen, die gänzlich an die Hilfesuchenden überwiesen werden.

Zusätzlich zogen Vertreter des ältesten Karnevalsvereins im Saarland über den Wochenmarkt im Schlosshof und durch die Wilhelm-Heinrich-Straße. Dort verkauften sie blaue Armbändchen mit dem Vereinsemblem Alt Sponheimersch. Den Preis bestimmten die Angesprochenen selbst und ließen so die Gesamtspendensumme steigen.

Nach den monatelangen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nutzten Vertreter der befreundeten Löffelgarde aus Saarlouis den Termin für ein Wiedersehen mit den Gardisten an der Blies. Mehrere Löffler des Vereins Karo-Blau-Gold Roden 1957 reisten dazu an.