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Johannes Schäfer (CDU) jüngstes Mitglied im Gemeinderat Eppelborn

Das jüngste Mitglied im Gemeinderat Eppelborn findet: : „Kommunalpolitik hat nichts Verstaubtes“

Johannes Schäfer ist das jüngste Mitglied im Gemeinderat Eppelborn und will seine Heimatgemeinde vor allem für junge Menschen attraktiver machen.

Eine moderne, zukunftsfähige Gemeinde muss heutzutage attraktiv für junge Familien sein. Keine Überraschung also, dass sich Johannes Schäfer als  jüngstes Mitglied des Gemeinderates vor allem für ein familienfreundliches Eppelborn einsetzt. Und was macht eine Gemeinde für junge Saarländerinnen und Saarländer attraktiv? „Wir brauchen mehr Bauplätze, damit sich die Familien niederlassen können“, meint Johannes Schäfer. Noch wichtiger sei es, genügend Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder vorzuhalten.  Da sei Eppelborn auf einem guten Weg, findet der 27-Jährige. Als Beispiel nennt er den Neubau des Kindergartens in Humes, den die Gemeinde stemmen will. Der Glasfaserausbau und eine gute Nahversorgung zählt Schäfer als weitere Plus-Punkte für eine attraktive Gemeinde auf. „Für diese Themen will ich weiter Gas geben.“

Gas gegeben hat Johannes Schäfer schon in jungen Jahren für die Politik. Mit 14 ist er in die Junge Union eingetreten, mit 16 in die CDU. Eine andere Partei sei für ihn nie in Frage gekommen, sagt der Eppelborner, der im Januar 2020 zum Landesvorsitzenden der JU Saarland gewählt worden ist.

Vater Klaus-Peter Schäfer stand 26 Jahre an der Spitze des CDU-Ortsverbandes Eppelborn, war von 1994 bis 2019 Mitglied im Kreistag. Mutter Gaby Schäfer war Politikerin von Beruf, kandidierte unter anderem vor zehn Jahren in Eppelborn für das Amt der Bürgermeisterin. „Als Sohn identifiziert man sich mit den Werten, die zu Hause vorgelebt werden.“  Und in der Jungen Union schätzt Schäfer das Gefühl des Miteinanders. „Es ist wirklich super, wie alle mitgenommen werden.“ Ob das nun bei sozialen Projekten sei, die die Junge Union Eppelborn zum Beispiel regelmäßig zugunsten der Tafel organisiere, oder der gemeinsame Stand  an der Eppelborner Pfingstkirmes. Zu Vor-Pandemiezeiten  ein „Riesending jedes Jahr.“

Schon mit 20 wurde der damalige Jura-Student in den Ortsrat Eppelborn gewählt, verabschiedete sich nach drei Jahren vorzeitig in Richtung Südafrika. „Es ist mir 2017 schwer gefallen, mein Mandat im Ortsrat niederzulegen“, erzählt Johannes Schäfer.

Aber nach dem ersten Staatsexamen an der Uni in Saarbrücken ergab sich für den Jura-Studenten die Gelegenheit, an der Partner-Universität  in Johannesburg den Master in internationalem Wirtschaftsrecht abzulegen. Eine Entscheidung, die der 27-Jährige absolut nicht bereut hat. „Südafrika ist ein tolles Land, so unglaublich abwechslungsreich“, schwärmt der Eppelborner, der heute froh ist, wieder in seinem Heimatort zu wohnen. „Ich war eine ganze Zeit woanders, aber ich lebe gern hier.“ Zumal die Illtalgemeinde durch die Autobahn sehr gut angebunden sei.

Johannes Schäfer, seit Mai 2021 Richter am Landgericht Saarbrücken, ist bei der jüngsten Kommunalwahl im Mai 2019 in den Eppelborner Gemeinderat gewählt worden. In der CDU-Fraktion sei der Generationenwechsel gelungen, glaubt er. Es gebe einen guten Mix aus erfahrenen und jüngeren Mitgliedern. Da müsse man auch dankbar sein, wenn  gestandene Kommunalpolitiker  ihren Platz für jüngere räumen.

Überhaupt sei Kommunalpolitik nicht so langweilig und verstaubt, wie viele vielleicht denken. In Sitzungen sitzen sei nur ein kleiner Teil der ehrenamtlichen Arbeit angesiedelt. „Man kommt viel herum, lernt unterschiedliche Menschen und ihre Sorgen und Probleme kennen“, sagt Schäfer. Als Kommunalpolitiker könne man im Kleinen helfen. Schneller als auf der großen Politik-Bühne. „Ich kann nur jedem raten, sich im Ort zu engagieren“, betont Johannes Schäfer.