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Silvester im LK Neunkirchen: Randalierer (27) beißt Polizistin ins Bein​

Landkreis Neunkirchen : Silvester-Bilanz: Brennender Dachstuhl und Randalierer (27) beißt Polizistin ins Bein

Zwar verlief der Jahreswechsel nicht ganz so ruhig wie in den vergangenen beiden Jahren, für Polizei, Feuerwehr und Klinik war die Silvesternacht aber nicht geprägt von größeren Unglücken.

Erstmals nach zwei Jahren wieder ohne Einschränkungen Silvester feiern? Die Angst in Neunkirchen war groß, dass dieser Jahreswechsel an der einen oder anderen Stelle aus dem Ruder laufen könnte. Die gute Nachricht vorweg: Die Silvesternacht verlief für die Beschäftigten der Marienhausklinik in Kohlhof „besser als erwartet“, wie Dr. Philipp Lux, ärztlicher Leiter der zentralen Notaufnahme, auf SZ-Anfrage berichtet.

Silvester 2022 in Neunkirchen: Wenig Verletzte, dafür mehrere Brände

„Die Nacht verlief relativ ruhig. Es gab keine Alkoholleichen, keine Verbrennungen und keine durch Knaller verursachte Verletzungen“, so Lux, der dennoch zwei Brüche versorgen musste. Seine Kollegen vom Diakonie-Klinikum in der Neunkircher Innenstadt wollten keine Auskunft zum Aufkommen in der Silvesternacht erteilen.

Nicht ganz so ruhig verlief der Jahreswechsel für die Feuerwehrleute im Landkreis Neunkirchen. Beim mit Abstand größten Einsatz waren ab etwa 1 Uhr in der Nacht 90 Beamte bei einem Brand in Wellesweiler im Einsatz. In der Bürgermeister-Regitz-Straße war der Dachstuhl eines Wohn- und Geschäftshauses in Brand geraten, nachdem zuvor ein hölzerner Anbau Feuer gefangen hatte. Ursache könnte laut Polizei ein Feuerwerkskörper gewesen sein. „Die Ausbreitung des Feuers aufs Nachbarhaus konnte gerade so verhindert werden“, sagt Feuerwehrsprecher Christopher Benkert, der beim Einsatz „unter Atemschutz“ den Dachstuhl im Nachbarhaus überwachte. Die Bewohnerin und ihre drei Gäste konnten das brennende Haus eigenständig verlassen. Bis 4 Uhr war die Feuerwehr vor Ort. Das Haus ist unbewohnbar, die Polizei schätzt den Sachschaden auf 100 000 Euro.

Mehrere „Kleineinsätze“ im Landkreis Neunkirchen

Ansonsten berichtet Benkert von mehreren „Kleineinsätzen“ in Landkreis Neunkirchen, zu denen die Helfer ausrücken mussten, etwa zu einem brennenden Altpapiercontainer, einer Notfall-Türöffnung, einer brennenden Hecke, einem brennenden Rasenstück und einer brennenden Mülltonne. Glimmende Feuerwerksbatterien, seien quasi nebenbei noch gelöscht worden.

In Spiesen-Elversberg standen schon die Sektgläser zum Anstoßen bereit, als die ehrenamtlichen Kräfte kurz vor Mitternacht zu einem Brand eines Holzunterstandes gerufen wurden. Die Löscharbeiten zogen sich bis ins neue Jahr. „Es gab einiges zu tun in dieser Silvesternacht und hier sieht man wieder, wie unverzichtbar die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr für den Schutz der Bevölkerung ist. Ich danke allen Einsatzkräften für die Arbeit und wünsche ihnen für das neue Jahr alles Gute“, so Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack. Bei allen Bränden wurden weder Personen noch Einsatzkräfte verletzt.

Eppelborn: Randalierer (27) beißt Polizistin ins Bein

Mit einem betrunkenen Randalierer hatte es die Polizei gegen 1.15 Uhr bei einem Einsatz in Eppelborn zu tun. Beim Eintreffen der Beamten sei der 27-Jährige bereits von mehreren Personen festgehalten worden, um ihn an Übergriffen zu hindern, teilt die Polizei mit. „Bei dem Versuch, diese Fixierung zu übernehmen und dem Störer Handfesseln anzulegen, versuchte dieser immer wieder die Beamten zu treten und zu beißen. Es gelang ihm, einer Polizistin ins Bein zu beißen und sie hierdurch leicht zu verletzen“, heißt es weiter.

Im weiteren Verlauf sei es dem Mann gelungen, sich loszureißen und weitere Beamte anzugreifen. Der Angriff sei „durch den Einsatz des Tasers“, eine Elektroschock-Pistole, gegen den Störer abgewendet worden. Durch seine „Beißattacken“ seien insgesamt vier Personen leicht verletzt worden. Der leicht verletzte Randalierer sei zur Überwachung in ein Krankenhaus gebracht worden, gegen ihn wurden mehrere Strafanzeigen eingeleitet.

L141: Unfall bei Hüttigweiler mit leicht Verletzten

Bei einem Unfall auf der L141 bei Hüttigweiler sind in der Nacht auf Sonntag gegen 1.45 Uhr zwei Personen leicht verletzt worden. Eine 22-jährige Neunkircherin sei mit ihrem VW Polo aus Hüttigweiler kommenden auf der Landstraße gefahren und etwa 20 Meter nach der Einmündung zur Krankenhausstraße nach links auf die Gegenfahrspur gekommen, teilt die Polizei mit. Dort sei sie frontal mit einem Audi A5 kollidiert.

 Zwei Verletzte hat am frühen Neujahrsmorgen 2023 ein Frontalzusammenstoß auf der Landstraße 1 41 gefordert.
Zwei Verletzte hat am frühen Neujahrsmorgen 2023 ein Frontalzusammenstoß auf der Landstraße 1 41 gefordert. Foto: Ruppenthal

Durch den Zusammenstoß hätte sich der Wagen der 20-Jährigen um die eigene Achse gedreht und sei dann zum Stehen gekommen. Der Audi, der von einem 28-Jährigen gefahren wurde, sei in den Straßengraben geschleudert worden. „Der Insasse des Audis erlitt durch die Kollision Schmerzen am linken Bein. Die alleinige Insassin des VW wurde durch die Rettungswagen- sowie Notarztbesatzung aus dem Inneren des Fahrzeugs gerettet“, teilt die Polizei mit. An beiden Wagen entstand Totalschaden, die L 141 war für etwa zwei Stunden gesperrt.