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Albert-Schweitzer-Schule in Spiesen-Elversberg ist erste komplett digitale Schule

Spiesen-Elversberg : Die erste komplett digitale Schule im Landkreis Neunkirchen

Die Gemeinschaftsschule Albert-Schweitzer-Schule in Elversberg wurde mit Mitteln des Kreises digital ausgestattet. Ein Medienkonzept hatte die Schule schon vorher erarbeitet.

Als erste Schule im Landkreis Neunkirchen ist die Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule in Spiesen-Elversberg komplett digitalisiert. Den offiziellen Startschuss ins digitale Schulzeitalter gaben am Dienstag Landrat Sören Meng und Schulleiter Volker Burkhard ab. Zum Bedauern des Landrates nur im kleinen Rahmen. Er habe sich das alles „ein bisschen anders vorgestellt“, verriet der Chef der Kreisverwaltung, denn aus seiner Sicht hätten bei dem wichtigen Zeremoniell auch Vertreter des Kultusministeriums und der Gemeinde dazu gehört, „aber leider ist halt zurzeit kein großer Bahnhof möglich“.

Für den Schulleiter war es auch so „ein besonders erfreulicher Anlass, denn schließlich sind wir jetzt die erste voll digitalisierte Schule im gesamten Kreis“. Burkhard erinnerte aber daran, dass die Digitalisierung an seiner Schule schon lange vor Corona ein Thema war. Schon 2019 sei durch ein Team ein Medienkonzept erstellt worden. „Und dieses Team hat nicht nur schnell, sondern auch gut gearbeitet“, lobte er, „sonst wären wir heute nicht die Nummer eins“. Burkhard lobte ebenso „den richtig guten Austausch“ mit der Bau- und Schulverwaltung des Landkreises, so dass „immer eine gute Lösung für beide Seiten gefunden“ wurde. Der Ball liege jetzt bei der Schule, die verfügbaren Mittel zu nutzen.

Auch der Landrat ging gedanklich einige Zeit zurück, erinnerte an die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft im Landratsamt und die Überlegungen, welche Schule in Frage kommen könnte. „Letztlich war die Albert-Schweitzer-Schule für uns ein Glücksgriff“, meinte Sören Meng.

Allerdings sei auch das Medienkonzept der Schule eine große Hilfe gewesen, räumte der Landrat ein, „und was in den letzten Monaten an der Schule aufgebaut wurde, ist einfach großartig“.

Zu Ende sei die Digitalisierung noch lange nicht, machte Meng ebenso klar. „Wir sind bislang ein Stück weit digitaler geworden“, verdeutlichte er, „aber es bleibt ein dynamischer Prozess“.

Unter dem Strich hat der Kreis 420 000 Euro in die Digitalisierung der kreiseigenen Gemeinschaftsschule in Spiesen-Elversberg investiert. 320 000 Euro allein für Infrastrukturmaßnahmen und weitere 100 000 Euro für 220 Schüler-iPads und 25 ipads für das Lehrpersonal. Denn eines machte Landrat Meng auch deutlich: „An der Schule muss jeder die gleichen Voraussetzungen haben, und das unabhängig vom Elternhaus“.

Der Schulleiter wagte den Blick nach vorn: „Der Weg ist bereitet“, sagte Volker Burkhard, „und jetzt darf man gespannt sein, wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt“.