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Die SV Elversberg II muss in die Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga

Fußball-Oberliga : Die Mission heißt nun Klassenverbleib

Die SV Elversberg II muss in die Abstiegsrunde. Jens Kiefer, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, ist optimistisch, dass die Mannschaft trotz verkleinertem Kader den Ligaverbleib schaffen wird. Drei Spieler werden den Fußball-Oberligisten im Winter verlassen.

Das erste „Teilziel“ ist für die Oberliga-Fußballer der SV Elversberg II, realistisch gesehen, nicht mehr zu erreichen, das zweite ist noch in Reichweite: Kurz vor dem Ende der Staffelspiele in der Süd-Gruppe der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kann die SV Elversberg II nur noch mit einem Wunder den angestrebten Sprung in die Aufstiegsrunde schaffen, für die sich die ersten sechs Mannschaften der Tabelle qualifizieren. Elversberg II hat vor seinen drei Nachholspielen neun Punkte Rückstand auf den Tabellensechsten TuS Mechtersheim und zudem die um 17 Treffer schlechtere Tordifferenz. Kein Wunder, dass der Leiter des Elversberger Nachwuchsleistungs-Zentrums (NLZ), Jens Kiefer, den Zug in Sachen Aufstiegsrunde für abgefahren hält. „Wir werden in die Abstiegsrunde gehen. Dort wird unser Ziel sein, unter die ersten vier zu kommen“, erklärt Kiefer. Denn mindestens sechs – und maximal acht –Teams werden aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar absteigen.

Der Grund für diese hohe Anzahl: Die Liga, die momentan 24 Vereine umfasst, soll sukzessive und voraussichtlich binnen drei Jahren wieder auf ihre „Regelgröße“ von 18 Clubs zurückgeführt werden. Der vermehrte Abstieg diese Saison soll dazu führen, dass der Liga kommende Runde „nur“ noch 22 Vereine angehören. Sollte die SV Elversberg II in der Abstiegsrunde unter den ersten vier Teams landen, wäre der Klassenverbleib eingetütet.

Aber was sind die Gründe dafür, dass die Reserve des Regionalligisten in die Abstiegsrunde muss? „Wir haben nicht konstant genug gespielt und zudem in einzelnen Begegnungen zu viele Fehler gemacht. Die betrafen allerdings nicht nur die jungen Spieler“, analysiert Trainer Marco Emich. Kiefer ergänzt: „Es war uns von vornherein klar, dass es in Sachen Aufstiegsrunde eng werden würde. Ohne die Leistungen von Philipp Lauer und Luis Kerner schmälern zu wollen – es hat uns doch ein echter Stürmer gefehlt.“

Lauer (sieben Saisontreffer) und Kerner (drei) mussten in den Angriff „versetzt“ werden, weil nach dem zweiten Spieltag kein etatmäßiger Stürmer mehr zur Verfügung stand. Torjäger Marvin Wollbold zog sich beim 3:1-Erfolg am zweiten Spieltag beim FV Diefflen einen Kreuzbandriss zu. Der zweite Angreifer im Kader, Philipp Kiefer, war wenige Tage vor Saisonbeginn zum Regionalligisten Union Fürstenwalde gewechselt.

Vor der Abstiegsrunde ist Kiefer aber nicht bange: „Wir sollten uns nicht verrückt machen. Dort wird keine Mannschaft drin sein, die wir nicht schlagen können“, erklärt der 47-Jährige. Die „Mission Klassenverbleib“ wird die SV Elversberg II mit einem leicht verkleinerten Kader angehen: Mit Amer Vrcic, Silas Schmidt und Alessandro Marino werden drei Akteure den Club verlassen. Alle drei gehörten nicht zu den Stammkräften. Marino kam in der ersten Saisonhälfte auf zwölf Einsatze – davon drei von Beginn an. Vrcic spielte zwei Mal von Beginn an und wurde sieben Mal eingewechselt. Schmidt kam nur zu einem Einsatz. Bei allen drei ist noch nicht bekannt, zu welchen Clubs sie wechseln. Neuzugänge für die Winterpause sind derzeit bei der SV Elversberg II nicht geplant.

Noch keine Entscheidung gefallen ist in Sachen einer möglichen Vertragsverlängerung mit Trainer Emich. „Mit diesem Thema werden wir uns im Januar befassen“, erklärt Kiefer. Gefallen ist dagegen die Entscheidung, wann der Oberligist seine drei Nachholspiele austragen wird. Die SV Elversberg II empfängt am 19. Februar den FC Arminia Ludwigshafen. Eine Woche danach ist sie bei der TSG Pfeddersheim zu Gast und am 5. März beim FV Dudenhofen.